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Verkehrssicherheit im Blickpunkt

Ortsbeirat Römershausen Verkehrssicherheit im Blickpunkt

Römershausen will den Verkehr in der Ortsdurchfahrt „ausbremsen“. Dafür muss die Stadt Geld in die Hand nehmen – und zwar mehr als geplant, fordert der Ortsbeirat.

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Der Römershäuser Ortsbeirat will mehr für die Sicherheit an Bushaltestellen tun.

Quelle: Michael Tietz

Römershausen. Seit vielen Jahren setzt sich der Ortsbeirat dafür ein, dass das Tempo der Verkehrsteilnehmer auf einem Teilstück der Kreisstraße 111 gedrosselt wird.

Zum Schutz der Kinder. Denn die Bushaltestellen an der Ortsdurchfahrt werden von Schülern genutzt. Maximal 50 Stundenkilometer 
 sind dort erlaubt. Viele Verkehrsteilnehmer würden sich jedoch nicht daran halten, stellen die Römershäuser besorgt fest. Das Problem: Die schnurgerade Kreisstraße lädt zum Rasen ein.

Im Oktober hatte die SPD zu diesem Thema im Gladenbacher Parlament einen Antrag vorgelegt: Die Ortsdurchfahrt sollte baulich so verändert werden, dass eine „wesentliche Geschwindigkeitsreduzierung“ erreicht wird. Die Mehrheit der Stadtverordneten wollte aber nicht sofort folgen. Stattdessen sollten zunächst alle Ortsbeiräte befragt werden, ob es das Problem mit zu schnell fahrenden Autos auch in anderen Stadtteilen gibt.

Im von Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) vorgelegten Haushaltsplan 2017 sind für bauliche Veränderungen zur Verkehrsberuhigung in den Ortsdurchfahrten von Römershausen und Weitershausen 25.000 Euro eingeplant.

Ortsbeirat fordert mehr Geld

„Zumindest ein Anfang“, sagt Römershausens Ortsvorsteherin Melanie Krämer-Kowallik. Sie verwies darauf, dass sie während eines Ortstermins bereits Vertreter von Landkreis, Polizei, Regionalem Nahverkehrsverband und Stadt auf mögliche Gefahren in der Ortsdurchfahrt aufmerksam gemacht hat. Eine Vermessung ergab: Eine kleine Verkehrsinsel als Querungshilfe für Fußgänger würde hier hinpassen. Dies würde die Straße verengen, zwangsläufig müssten Autos und Lkw langsamer fahren.

Doch der Ortsbeirat fordert noch mehr Geld für die Verkehrsberuhigung: Konkret geht es um einen Aufschlag von 35.000 Euro. Dieses Geld ist im städtischen Haushaltsplan derzeit noch für den Ausbau der Straße „In der Heeb“ vorgesehen – zunächst für die Planung. Einige Anlieger hatten sich beschwert, daher sollte man sich diese Planungskosten lieber sparen und das Geld stattdessen „sinnvoll für die Umsetzung der Verkehrsberuhigung an der Hauptstraße eingesetzt werden“, sagte die Ortsvorsteherin. Einstimmig verabschiedete der Ortsbeirat einen entsprechenden Änderungsantrag für den städtischen Haushalt. Über den wird das Gladenbacher Parlament 
am 2. Februar abstimmen.

Um mehr Sicherheit in der Ortsdurchfahrt zu schaffen, sollte eine Bushaltestelle an der Kreisstraße nicht mehr angefahren werden. Stattdessen sollte die alte Haltestelle im Dorf angesteuert werden. Hier können die Schulkinder fernab des Durchgangsverkehrs auf den Bus warten. Dies hatte der Bürgermeister im Oktober angekündigt. Umgesetzt wurde sie bisher aber noch nicht. „Ich werde weiterhin wöchentlich nachfragen, wann die Kinder an der anderen Bushaltestelle abgeholt werden“, kündigte die Ortsvorsteherin an.

von Michael Tietz

 
 
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