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Verkehrsministerium bereitet den Weg

Bundesverkehrswegeplan 2030 Verkehrsministerium bereitet den Weg

Am Mittwoch kam für die vom Verkehrslärm geplagten Anlieger an den Bundesstraßen 62 und 253 ein positives Signal aus Berlin: Drei Ortsumgehungen bleiben im „vordringlichen Bedarf“ des neuen Verkehrswegeplans.

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Die Eckelshäuser leiden unter dem Lärm und der Gefährdung des Durchgangsverkehrs auf der B 62. Ihr Kampf für eine Umgehungsstraße währt schon 25 Jahre, der Verbleib im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans nährt die Hoffnung auf eine ­Realisierung.

Quelle: Gianfranco Fain

Eckelshausen. Es war „ein guter Tag für Marburg-Biedenkopf“, findet Sören Bartol. Der heimische Bundestagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende freut sich darüber, dass „im am Mittwoch von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgelegten Arbeitsentwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 alle wichtigen Projekte als vordringlich eingestuft sind“.

„Dies ist hervorragend“, freut sich auch der zweite heimische Bundestagsabgeordnete, Christdemokrat Stefan Heck, der in der Einschätzung der Wertigkeit zu gleichen Schlüssen kommt wie Bartol.
Die als vordringlich eingestuften Projekte im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind neben der im Bau befindlichen A49 und der Ortsumgehungen an der B252 noch die Umgehungsstraßen an der B62 bei Lahntal-Göttingen, Biedenkopf-Eckelshausen und Dautphetal-Buchenau sowie an der B253 die Ortsumgehung  Breidenbach.

„Die hohe Priorisierung ist“, so der für Verkehrspolitik zuständige Bartol, „ein klares Si­gnal für die Funktionsfähigkeit der Infrastruktur in unserer Region.“ Die im vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans eingestuften Projekte haben laut Bartol „eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, bis 2030 realisiert zu werden“. Nun komme es darauf an, dass das Land Hessen seine Planungen zügig vorantreibe, um das Baurecht herstellen zu können, gibt Bartol den Ball weiter.

Überraschung: Auch Gladenbach ist genannt

Wie die OP berichtete, arbeitet Hessen Mobil im Auftrag des Landes an den letzten Nachbesserungen für den Plan der Ortsumgehung Eckelshausen. Es besteht die Hoffnung, dass noch in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren beginnen könnte. Für die Ortsumgehung Breidenbach läuft das straßenrechtliche Anhörungsverfahren, für den Bau sind Kosten in Höhe von rund sieben Millionen Euro kalkuliert.

Für die Ortsumgehung Buchenau gibt es noch nicht einmal die Idee einer Linienführung, obwohl diese Umgehungsstraße auch schon im vorherigen Bundesverkehrswegeplan seit dem Jahr 2004 den Status „vordringlich“ hatte.

Eine Überraschung steht in der Kategorie „weiterer Bedarf“. Dort ist im Verlauf der B 255 die Ortsumgehung Gladenbach aufgeführt.

Hintergrund
Mit dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 plant die Bundesregierung die Entwicklung der Verkehrsadern auf Straße, Schiene und Wasser in den nächsten Jahren. Neu ist die strategische Umweltprüfung, deren sechswöchige ­Öffentlichkeitsbeteiligung am Montag beginnt. Nach möglichen Modifikationen am Arbeitsentwurf und parlamentarischen Beratungen sollen die Ausbaugesetze bis Ende Dezember beschlossen werden. Bis unanfechtbares Baurecht vorliegt und der Bau freigegeben wird, folgen fünfjährige Investitionspläne, aus denen der Haushaltsausschuss die Finanzierung bewilligt.
Für den BVWP 2030 gab es mehr als 2500 Anmeldungen von Infrastrukturprojekten, die in 18 Monaten von externen Gutachtern bewertet wurden.

von Gianfranco Fain

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