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Verein hofft auf Realisierung des Sportheims

Wunschliste Verein hofft auf Realisierung des Sportheims

Nachdem der Traum von einer Sporthalle sich nicht realieseren lässt, richten sich die Hoffnungen der Kirchverser Sportler auf ein eigenes Heim beim Volleyballfeld.

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Die Kinderturngruppen des Vereins führten unter Leitung von Nina Laucht verschiedene Szenen aus dem Dschungelbuch vor.

Quelle: Anita Ruprecht

Kirchvers. Die Jubiläumsfeier zum 45. Bestehen des SV Kirchvers moderierte Vorsitzende Ute Jung, während Vorstandsmitglied Maria Laucht die Chronik verlas.

1966 hatte Irmgard Kraft die Idee zur Gründung des Vereins und fand mit Gerda Haase eine Mitstreiterin. Bei der Gründungsversammlung im März 1967 wählten 32 Frauen Gerda Haase zur Vorsitzenden. Bis zum Ende des Jahres zählte der Verein 47 Mitglieder. Es sei der erste Kirchverser Verein gewesen, in dem Frauen aktiv waren, betonte Laucht. „Bis dahin war das Kirchverser Vereinsleben fest in Männerhand“, fügte sie hinzu.

Die Turnstunden fanden in den ersten Jahren im damaligen Schulgebäude statt, wo vor den Turnstunden von den Frauen zunächst ein Raum ausgeräumt und geputzt werden musste. 1969 entstand die erste Kinderturngruppe. Seit 1970 veranstaltet der Verein jährlich am Samstag vor dem zweiten Advent einen Seniorennachmittag.

Die Maifeier mit frischem Schmirschelskuchen, ofenfrischer Pizza und Bauernbrot aus dem Backhaus, die der Sportverein gemeinsam mit der Burschenschaft ausrichtet, sei weithin beliebt, sagte Laucht. 1975 schloss sich die Fußballabteilung dem Sportverein an.

Nach dem Umbau der alten Schule zum Dorfgemeinschaftshaus entstand 1981 ein Volleyball-Frauenteam. 1994 pachtete der Verein in der Wellergasse ein Grundstück, das zum Volleyball-Sandplatz umgebaut wurde und bis heute für den Vereinssport rege genutzt wird.

Derzeit ist der Sportverein mit 342 Mitgliedern der größte Kirchverser Verein. Gut ein Drittel der Bevölkerung des knapp 1000 Einwohner zählenden Lohraer Ortsteils ist in dem Verein engagiert und 15 verschiedene Übungsstunden vom Turnen für die Kleinsten bis zur Seniorengymnastik finden wöchentlich im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Eine eigene Sporthalle sei schon immer der Traum des Vorstands gewesen, beendete Laucht ihre Chronik. Dieser Traum sei wohl eine Nummer zu groß, aber der Vereinsvorstand wolle ein Vereinshaus beziehungsweise eine Funktionshalle an Stelle der alten Omnibushalle beim Volleyballplatz bauen. Dazu richtete Laucht einen Aufruf an den Gemeindevorstand mit Bürgermeister Georg Gaul, der Gemeindevertretung, dem Ortsbeirat und der Dorfgemeinschaft.

Auf der Prioritätenliste für die Sportförderung des Landes Hessen stehe man seit diesem Jahr auf Platz eins, der Verein habe Geld gespart, der Abriss der alten Omnibushalle müsse genehmigt und realisiert werden, und mit Zuschüssen und viel Eigenleistung könne die Sache gelingen, gab sich Maria Laucht zuversichtlich. Bürgermeister Georg Gaul versprach in seinem Grußwort mit den Verantwortlichen Gespräche über die Planung des neuen Gebäudes zu führen.

Im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus stellten sich die verschiedenen Gruppen des Sportvereins mit beeindruckenden Schau-Einlagen vor, bevor gegen 20 Uhr die Band „Thilo & Starlights“ zum Tanz aufspielte.

von Anita Ruprecht

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