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Veranstalter sind trotz Hitze heiter

Bilanz des Kirschenmarktes Veranstalter sind trotz Hitze heiter

Bei den Schaustellern klingelten während des Kirschenmarktes vor allem am Abend die Kassen, Polizei und DRK registrierten an den vier Tagen kaum Vorkommnisse.

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In der Fressgasse herrschte am Freitagvormittag während des Krammarktes viel Betrieb, der gegen Mittag abflaute und am Abend wieder anstieg.

Quelle: Michael Hoffsteter

Gladenbach. Verschwitzt, gestresst, geschafft und dennoch sind die Organisatoren des Kirschenmarktes 2015 zufrieden. „Beim Kirschenmarkt ist zwar immer Ausnahmezustand, doch so eine Zusammenfassung, hatten wir noch nie“, sagt Günther Euler, Geschäftsführer der veranstaltenden SEB.

Da wären zuerst die hohen Temperaturen, die das gesamte Fest über anhielten, dann das Unwetter am Sonntagnachmittag und zum Schluss das nächtliche Gewitter, wegen dessen das Höhenfeuerwerk fünf Minuten eher als üblich begann.

Vor allem die Hitze muss für vieles herhalten. Während die Temperaturen am Abend „optimal“ für das Fest gewesen sind, habe es tagsüber im Festzelt und auch in der Fressgasse für wenig Betrieb gesorgt, beim Festumzug schätzt Euler den Zuschauerschwund gar auf 50 Prozent.

Dabei sei dieser neben der Wahl der Kirschenkönigin die traditionelle Veranstaltung, mit einem kontinuierlich guten Besuch. Aber bei den Temperaturen kamen vor allem kaum ältere Menschen und die blieben nach dem Umzug nicht auf dem Platz sondern gingen wieder nach Hause. Dennoch habe der Besucherzuspruch „eindrucksvoll den hohen Stellenwert des Festes in der Region dokumentiert“, findet Euler.

Polizei sieht relativ ruhiges Wochenende

Während die Händler des Krammarktes eher unzufrieden waren, weil das Geschäft am Freitagmittag schon gelaufen war, sind die Schausteller angesichts des Wetters doch zufrieden, berichtet Generalpächter Konrad Ruppert. Zumindest der Donnerstag sei ein „guter Tag“ gewesen. Freitag und Samstag hätten die Fahrgeschäfte, Buden und Imbisse vor allem nachmittags „merklich gelitten“, während die Abende „richtig stark waren“. Den Sonntag bezeichnet Ruppert als den schlechtesten Tag.

Einen solchen hatte die Polizei nicht zu verzeichnen. „Im Vergleich zu den Vorjahren war es relativ ruhig“, sagt der Erste Polizeihauptkommissar Norbert Schulz, Leiter der Station in Biedenkopf. Neben einem Faustschlag ins Gesicht eines 19-jährigen Marburgers gab es im direkten Zusammenhang mit dem Kirschenmarkt nur noch eine weitere Anzeige wegen Körperverletzung, die für den Verursacher am Samstagmorgen in der Ausnüchterungszelle endete, und einen Platzverweis zu verzeichnen. Ob der recht konfliktlose Verlauf des Festes auch etwas mit den hohen Temperaturen zu tun hat, vermag Schulz allerdings nicht bestätigen.

„Es ist nichts Gravierendes vorgefallen“, bestätigte Jürgen Naumann, Vorsitzender des DRK Erdhausen, das für die Organisation während der vier Festtage zuständig war. 75 Personen haben die Helfer versorgt – manchmal war nur ein Pflaster vonnöten oder es wurde ein Verband gewechselt, 36 Mal war aber auch eine Versorgung bei Kreislaufproblemen geboten.

DRK: 140 Stunden Dienst

„Meistens haben wir dies mit Hinlegen und Runterkühlen und der Gabe von Getränken wieder hingekriegt“, sagt Naumann. Manchmal musste aber auch eine Infusion gelegt werden. Nach gut 45 Minuten seien die Betroffenen meistens wieder fit gewesen. Insgesamt 140 Stunden Dienst absolvierten die Helfer des DRK, die an zwei Stationen mit zehn Kräften im Einsatz waren.

Während des Festzuges bei Temperaturen um die 36 Grad gab das DRK an drei Stellen Eistee oder Wasser aus, rund 1000 Liter. „Wären mehr Zuschauer gekommen, hätte die Menge vermutlich nicht ausgereicht“, sagt Naumann. Nach dem Festzug versorgten die Helfer fünf Teilnehmer von Musikgruppen wegen Erschöpfung. Danach sei es ruhig geblieben – nur mit Pflastern oder Kühlbeuteln mussten die Helfer behandeln.

Das DRK Erdhausen begann im Februar mit den Vorbereitungen zur Organisation seiner Aufgaben. Während des Großereignisses wurden die Erdhäuser unterstützt von den Ortsvereinen und Bereitschaften Gönnern, Wallau, Biedenkopf, Mornshausen und Gladenbach. 150 Helfer wurden mobilisiert.

von Silke Pfeifer-Sternke und Gianfranco Fain

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