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Verabschiedet: Dekan mit Visionen

Verabschiedung Verabschiedet: Dekan mit Visionen

Mit einem Festgottesdienst wurde Pfarrer Matthias Ullrich als Dekan des Evangelischen Dekanats Gladenbach mit großem Lob für sein Wirken verabschiedet.

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Hinter den beiden Gästen aus Tansania steht Dekan Matthias Ullrich im Kreis der Mitwirkenden des Verabschiedungsgottesdienstes.
Fotos: Helga Peter

Friedensdorf. In der Christuskirche in Friedensdorf fand am Sonntag ein Festgottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Matthias Ullrich statt, der zehn Jahre als Dekan des Evangelischen Dekanats Gladenbach wirkte. Ullrich wird Studienleiter am Religionspädagogischen Seminar in Gießen.

Seiner Predigt legte Dekan Ullrich Worte des Propheten Jesaja „Des Herrn tröstendes Wort“ aus dem 40. Kapitel zugrunde. Pröpstin Annegret Puttkammer verabschiedete Dekan Ullrich aus seinem Amt und dem Dienst der Pfarrgemeinde Gladenbach und bezeichnete dies als einen großen Einschnitt für alle Beteiligten.

Ullrich sei seit 2004 als Dekan unterwegs gewesen und habe das Dekanat geprägt. Dabei habe er Aufbauarbeit nach Vakanz und Brache geleistet und das Dekanat in der Region so gestaltet, wie es die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau (EKHN)seit etwa 15 Jahren vorsehe.

Mit „Familie leben“, „Gladenbach ist bunt statt braun“, dem „Jahr der Toleranz“ und nicht zuletzt dem Familienzentrum Dautphe habe er viele Projekte umgesetzt. Unter den Pfarrkollegen habe sich eine hohe Kollegialität entwickelt und in Krisenzeiten wirkte er als Friedensstifter. Sein Ansehen in der EKHN sei hoch. Ihm gebühre hohe Anerkennung. Seine berufliche Veränderung habe alle verwundert und auch zu großen Augen des Kirchenpräsidenten geführt, so die Pröpstin.

Die Ökumene habe großen Stellenwert für Matthias Ullrich in seiner Zeit als Dekan besessen. Davon zeuge auch dieser Gottesdienst unter Mitwirkung von Dr. Hermann-Josef Wagener als Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde Gladenbach sowie den beiden Gäste aus Tansania Bischof Dr. Benson Bagonza und Pfarrer Yoram Karushia. Ullrich sei nicht in ausgetretenen Pfaden unterwegs gewesen, sondern habe mit Kreativität bei theologischer und geistlicher Fundierung gewirkt.

Das Dekanat und die Kirchengemeinde Gladenbach seien Ullrich zu großem Dank verpflichtet, der gemäß seinem Konfirmationsspruch „Dennoch bleibe ich stets an dir“ Fliehkräften trotze und versuche, Wege zueinander zu finden.

Pröpstin Puttkammer teilte mit, dass Präses Joachim Lies das Dekanat weiter leite. Während der Vakanz wirke Thomas Schmidt als stellvertretender Dekan mit Unterstützung von Roland Jaeckle aus Dillenburg.

Bischof Dr. Bagonza und Pfarrer Karushia segneten mit Pröpstin Puttkammer Matthas Ullrich.

Gruß- und Dankesworte sprach Präses Joachim Lies, der sich auch über den Überraschungsgast, Pfarrer Karushia, freute, den Dekan Ullrich als lebendiges Paket auspacken durfte.

Sinnbildlich bezeichnete er Ullrich als einen hervorragenden „Schlagmann“ im Ruderboot - dem Dekanatsynodalvorstand -, der das Boot einen gewaltigen Schub vorangebracht habe. In diesem Team, wo jeder seinen Platz habe, sei es für ihn eine Freude, als Präses zu arbeiten. Nun gelte es, das Boot im Fluss zu halten.

Lies dankte Ullrich und dessen Ehefrau Anette mit einem Gemälde der Friedensdorfer Künstlerin Jutta Bamberger. Bischof Dr. Bagonza bekannte, dass er in Ullrich einen Partner und guten Freund gefunden habe. „Du bist ein Mann der Hoffnung und hast Visionen“, so der Bischof, der eine Figur überreichte.

Landrätin Kirsten Fründt zog Parallelen zwischen Religion und Politik. Dekan Ullrich und dessen Arbeit genieße eine große Wertschätzung. Pfarrer Dr. Wagener stellte heraus, dass die Ökumene für Ullrich wichtig sei. Diese habe er stets glaubwürdig und authentisch unterstützt .

Grußworte sprach auch der Biedenkopfer Dekan Gerhard Failing, der von einer engen und intensiven Zusammenarbeit berichtete. Er habe sich auch über das Jahr 2016 hinaus, wenn die beiden Dekanate fusionieren, eine Zusammenarbeit vorstellen können.

Dankesworte sprach auch Pfarrer Klaus Neumeister für das Kirchspiel Gladenbach, wo Ullrich gerade in der Betreuung des Christlichen Seniorenzentrums segensreich wirkte. Für Überraschung sorgte der Tansania-Arbeitskreis mit dem Aufzeigen der positiven Eigenschaften des ausscheidenden Dekans, aus denen dieser das Wort „Tansania ruft“ formen musste.

Dekan Ullrich zeigte sich überwältigt und bedankte sich auch bei seinem Büro-Team für die gute Zusammenarbeit.

Den Gottesdienst gestaltete der Dekanatschor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor und Dekanatskantor Burghard Zitzmann musikalisch mit.

von Helga Peter

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