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Unterwegs auf abenteuerlichen Pfaden

Grenzgang Unterwegs auf abenteuerlichen Pfaden

Am Sonntag wurde die Stadtgrenze Gladenbachs abgelaufen. Der Männergesangverein (MGV) Gladenbach und der Oberhessische Gebirgsverein (OHGV), Zweigverein Gladenbach, luden dazu ein.

Gladenbach. Etwa 100 gut gelaunte Wanderer trafen sich am Sonntagmorgen bei idealem Wanderwetter auf dem Gladenbacher

Marktplatz. Unter den Lauffreudigen waren alle Altersgruppen vertreten, sogar Kleinkinder wurden in Kinderwagen geschoben. Begrüßt wurden die Wanderer mit dem Lied „Im Morgenrot“, vorgetragen vom MGV.

Die Wanderstrecke führte vom Marktplatz grenznah am Bahnhof vorbei über den Würtenberg zum Lammerich. Dort wurde an einem idyllischen Plätzchen eine Rast eingelegt. Die Wanderer wurden mit Würstchen, Schmalzbroten, Gurken und Getränken versorgt. Nach der Rast nutzte Ernst Schönauer die Gelegenheit, den Gästen auch einen geistigen Schmaus zu bereiten, indem er einen umfangreichen Abriss über die Geschichte der Stadt Gladenbach gab.

In kompetenter Weise trug er die Entwicklung der Stadt von ersten urkundlichen Erwähnungen bis in die Neuzeit vor. Dabei wurde die besondere Bedeutung der Burg Blankenstein für die Stadt als westliche Bastion für Hessen deutlich. Im Laufe der Jahrhunderte seien in Gladenbach etliche Einrichtungen, wie Gerichtsgebäude, ein Forstamt und sogar Gesundheitsamt angesiedelt worden, führte Schönauer aus.

Nach dem Vortrag brachen die Wanderer unter der Führung des Vorsitzenden des OHGV, Rainer Friebertshäuser, auf, um dann in Richtung Kehlnbach und durch das Zillertal, nach dann insgesamt etwa acht Kilometern das Tagesziel, die Schutzhütte des Männergesangvereins am Hain, zu erreichen. Dort klang der Grenzgangtag mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

Die Idee einen Grenzgang auszurichten, hatte der stellvertretende Vorsitzende des MGV, Oliver Wilhelm. „Bisher hatten wir nur einen Familienwandertag veranstaltet, die Teilnahme wurde aber immer geringer“, sagte er. Deswegen habe man zusammen mit dem OHGV beschlossen, einen Grenzgang anzubieten.

„Die Beteiligung war gut und alles ist reibungslos abgelaufen. Es waren nicht nur Mitglieder der beiden ausrichtenden Vereine, sondern auch zahlreiche Gäste dabei“, führte er weiter aus. Die Wegstrecke sei teilweise abenteuerlich gewesen. Dort laufe sonst kaum jemand entlang. Man habe zehn Grenzsteine entdeckt, schloss Wilhelm zufrieden. 2015 soll der restliche Grenzverlauf der Stadt Gladenbach abgelaufen werden.

von Heribert Theis

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