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Unruhe um die letzten Ruhestätten

Friedhofsanierungen Unruhe um die letzten Ruhestätten

Die Friedhöfe berühren die Gemüter der Hinterbliebenen. Oftmals gibt es wie in Buchenau Verbesserungswünsche, vieles erledigt wie in Herzhausen der Ortsbeirat, manches wei aus Holzhausen gelangt sogar bis ins Gemeindeparlament.

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Das Dach der Freidhofskapelle wird saniert. Die Arbeiten sollen in dieser Woche beginnen.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Holzhausen. Gehören Anfragen zu Zuständen auf den Friedhöfen ins Gemeindeparlament? Das Vorgehen der CDU-Fraktion während der Gemeindevertretersitzung am vorigen Montag erboste Friedensdorfs Ortsvorsteher Rolli Messerschmidt. Die von Dr. Horst Falk vorgetragenen Fragen stellten einen Missbrauch der Fragestunde im Parlament dar. Sie seinen überflüssig, weil sich zum Großteil die Ortsbeiräte darum kümmern oder im direkten Gespräch mit der Verwaltung geklärt werden könnten. „Es geht nicht, dass sich die politischen Gruppierungen da einmischen“, findet Messerschmidt.

Auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung äußerte sich zu diesem Anlass. Der Ältestenrat werde sich mit Sicherheit über den Tagesordnungspunkt „Fragen aus aktuellem Anlass“ unterhalten müssen. Dieser sei früher auch schon ans Ende der Tagesordnung gesetzt worden, weil die Anfragen irgendwann überhand nahmen, erinnerte Gerd Raach.

Dr. Falk erklärte, dass er wegen der Urnenwand vom Ortsvorsteher angesprochen wurde und die anderen Fragen von Bürgern an ihn als Gemeindevertreter herangetragen worden seien. Er sehe es als seinen Job an, diese Fragen hier vorzutragen.

Einige davon ergaben sich auch während einer Besichtigung des Friedhofes durch Mitglieder der CDU-Fraktion mit 22 Holzhäusern. Darauf antwortete Bürgermeister Bernd Schmidt (FW):

nZum Zustand der steilen, aus Schotter bestehenden Verbindung zwischen den Hauptwegen sagte Schmidt, dass es, soweit bekannt, keine Rechts- oder Unfallverhütungsvorschriften gebe, die Bodendecker zurückgeschnitten würden und die Gemeinde versuche, eine Verbesserung zu erreichen.

nZur Vermeidung von Gefahren am Abhang am Fußende der Gräber der neuen Reihe im linken Bereich des Friedhofes, sagte Schmidt, dass unterhalb der letzten Reihe auf 80 Zentimeter Breite Splitt und Schotter ausgelegt werden könnte.

nGrundsätzlich sei es möglich Größe und Anzahl der Hecken auf dem Friedhof zu reduzieren.

nDer Bauhof verfüge zwar nicht über einen Mitarbeiter mit einer Gärtnerausbildung, aber über zwei Mitarbeiter mit Erfahrung in der Grünflächenpflege.

nDie wassergebundenen oder mit Splitt versehenen Hauptwege sowie die Zuwegung zur Friedhofskapelle bezeichnete Schmidt nicht als unbefestigt. Änderungen seien allerdings mit immensen Kosten verbunden.

n Da es keine Gestaltung der Friedhöfe durch die Gemeindeverwaltung gebe, könnten die Ortsbeiräte und Bürger auch nicht in diese einbezogen werden.

Eine Frage konnte der Bürgermeister zur Zufriedenheit der Holzhäuser beantworten. Der Friedhof wird noch in diesem Jahr eine dritte Urnenwand erhalten, obwohl kein Geld dafür im Haushalt 2014 vorgesehen war. Möglich machen dies die Herzhäuser, die auf die für dieses Jahr geplante Urnenwand zugunsten der Holzhäuser verzichten. Im Herzhäuser Ortsbeirat wird Anfang November über den Friedhof gesprochen.

Anders sieht es in Buchenau aus. Dort soll in dieser Woche ein heimischer Dachdeckerbetrieb beginnen, das Dach der Friedhofskapelle zu sanieren. Das verkündete Hermann Henkel von der Gemeindeverwaltung während der Ortsbeiratssitzung (die OP berichtete). Für die Sanierung sind 20000 Euro im Haushalt vorgesehen, ein Betrag, der laut Angebot auch eingehalten wird, erklärte Henkel. Die Dachsanierung wurde vor einem Jahr zurückgestellt, um die Errichtung der Kinderkrippen in Holzhausen, Mornshausen und am Familienzentrum als Gesamtprojekt zu ermöglichen. Da an der Friedhofshalle ein Gerüst aufgestellt wird, soll dieses genutzt werden, um an einigen Stellen den Putz sowie den Anstrich der Kapelle zu erneuern, erklärte Ortsvorsteher Andreas Feußner.

von Gianfranco Fain

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