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Turner des SV Kirchvers können bauen

Vereinsförderung Turner des SV Kirchvers können bauen

Mit 65000 Euro Eigenkapital, Zuschüssen von Kreis und Land sowie Eigenleistungen der 347 Mitglieder der Turnabteilung und einem kleinen Kredit soll das 146000-Euro-Gebäude entstehen. Die Gemeinde Lohra überträgt dazu das Gelände in Erbbaupacht und gibt 5000 Euro für den Abriss des alten "Busdepots".

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Der baufällige Zustand des alten „Busdepots“ im Ortsteil Kirchvers schränkt die Nutzung des Bolzplatzes ein. Die Turnabteilung des SV Kirchvers bekommt das Gelände auf Beschluss der Gemeindevertretung übertragen und wird nach dem Abriss ein Mehrzweckgebäu

Quelle: Daniela Pieth

Kirchvers. Als es um den Bau eines Mehrzweckgebäudes im Ortsteil Kirchvers ging, gab es unter den Lohraer Gemeindevertretern keine Differenzen. Die Redner der Fraktionen erinnerten an einen Beschluss aus dem Jahre 2000, dem zugestimmt wurde und dem sich alle Fraktionen verpflichtet sehen. Folglich viel das Votum der 29 Gemeindevertreter bei zwei Enthaltungen einstimmig aus.

Somit erhält der SV Kirchvers, vom den viele Mitglieder der Turnabteilung am Donnerstagabend unter den 21 Zuhörern im Bürgerhaus Rodenhausen waren, in Erbbaupacht das 300 Quadratmeter große Grundstück am Rande des schon vom Verein genutzten Bolzplatzes. Darauf veranstaltete der SV unter anderem Volleyballturniere und eine Familienolympiade bis das Gelände seit 2007 wegen der Einsturzgefahr des ehemaligen „Busdepots“ gesperrt ist.

Diese rege Vereinsaktivität und auch die sonstige Nutzung durch Besucher der Freizeitanlagen am Ortsrand, die sich vornehmlich in den Monaten von Mai bis Oktober abspielt, wollen die Verantwortlichen der 347 Mitglieder zählenden Turnabteilung wieder aufleben lassen. Dazu benötigen sie aber auch ein Mehrzweckgebäude, um zum Beispiel den Sportlern die Möglichkeit zu geben zu duschen oder die Toilette zu benutzen. Ein Geräteraum, eine kleine Küche und ein Aufenthaltsraum finden auf 115 Quadratmetern ebenfalls Platz.

Die Kosten für den Bau will die Turnabteilung bis auf die bewilligten 5000 Euro für den Abriss des Depots ohne Hilfe der Gemeinde stemmen. Dazu haben die Turner 65000 Euro gespart, erwarten Zuschüsse von Land und Kreis und wollen einen kleinen Kredit aufnehmen sowie viel Muskelkraft bei Eigenleistungen aufbringen. So soll das Gebäude im Wert von rund 146000 Euro entstehen. Einen Zuschuss aus dem Sportstätten-Förderprogramm des Kreises, auf dessen Prioritätenliste steht der Bau in Kirchvers an erster Stelle, wird es allerdings nur geben, wenn in diesem Jahr der erste Spatenstich erfolgt.

Eine Nutzungskollision mit dem Dorfgemeinschaftshaus wird von den Vereinsverantwortlichen verneint und von den Politikern auch nicht gesehen, da der Neubau mit der Nutzung der Außenanlage zusammenhänge und somit mit den Übungsstunden im Dorfgemeinschaftshaus nichts zu tun habe.

Bürgermeister Georg Gaul wies während der Sitzung noch darauf hin, dass die Vereine der Gemeinde durch diesen Beschluss nicht unterschiedlich behandelt würden. Der SV erhalte zwar das Grundstück auf Erbpachtbasis, allerdings stehe darauf auch das alte „Busdepot“, dessen Abriss die Gemeinde rund 15000 Euro kosten würde.

Der Abriss und der Neubau werden eine Bereicherung für Kirchvers darstellen, äußerte sich Ortsvorsteher Markus Hemberger zuversichtlich. Er lobte zudem die Turner des SV Kirchvers für ihre Angebote, die Alt und Jung ansprechen mit den Worten: „Ihr macht Kirchvers lebenswert.“

von Gianfranco Fain

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