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Türk Gücü muss noch warten

Sportplatznutzung Türk Gücü muss noch warten

Fußballer können noch nicht auf den "Hausberg" stürmen. Die Gemeindevertretung Breidenbach vertagte einstimmig die Nutzungsübertragung und Konzeption der Sportanlage „Hausberg“ in Breidenbach und des Sportplatzes in Wolzhausen.

Breidenbach. Den Gemeindevertretern lag in ihrer Sitzung am Dienstagabend ein Beschlussvorschlag über die Nutzungsübertragung und Konzeption der Sportanlage „Hausberg“ Breidenbach und des Sportplatzes in Wolzhausen vor. Dabei ging es um die Aufgabe des Fußballstandortes Wolzhausen durch den Verein „Türk Gücü“ Breidenbach, der dann die Sportanlage „Hausberg“ in Breidenbach nutzen würde. Als wirtschaftslichste Lösung steht im Raum, das Funktionsgebäude durch ein neues zu ersetzen. Die Gemeinde stellt in Aussicht, sich mit maximal zehn Prozent der Kosten des Neubaus zu beteiligen, wobei die Gesamtinvestition auf geschätzte 307000 Euro kommt.

Doch zu einer Diskussion kam es nicht, der Tagesordnungspunkt wurde vertagt. Ursache war ein Hinweis von Gunther Schmidt. Der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses machte darauf aufmerksam, dass ein solches Gebäude laut Baugesetzgebung an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen werden muss. Der Gemeindevorstand soll nun die Kosten für eine Wasserversorgung ermitteln, um in einer der nächsten Sitzungen eine Entscheidung zu treffen.

Ein Dringlichkeitsantrag des Gemeindevorstandes, der für die Umgestaltung der Ortsmitte Breidenbachs im Zuge des Förderprogramms „Stadtumbau in Hessen“ eine Kommission einsetzen wollte, fand nicht die benötigte Zweidrittelmehrheit.

Forderung nach Senkung der Kreisumlage abgelehnt

Ein weiterer zusätzlicher Tagesordnungspunkt, der eine Resolution der Gemeinde Breidenbach zur Senkung der Kreisumlage 2013 beinhaltete, wurde zwar auf die Tagesordnung aufgenommen, dann aber bei 10 Ja- und 13 Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung abgelehnt. Hintergrund: Für das Haushaltsjahr 2013 müsste die Gemeinde Breidenbach laut Gemeindevorstand an Kreisumlage 2381155 Euro sowie an Schulumlage 1141983 Euro und damit eine Gesamtsumme von 3523138 Euro leisten.

Christian Benner betonte, dass die CDU-Fraktion dieser Resolution nicht zustimmen könne. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf sei der familienfreundlichste Kreis in Deutschland. Dieser habe sich unter den Rettungsschirm begeben und weise im Haushaltsplanentwurf 2013 ein Plus von 48 Millionen Euro aus. Der Landkreis übernehme Leistungen auch für die Gemeinde und es sei auch grundsätzlich wichtig, dass derselbe seine Schulden tilge.

Rainer Lizon von der Bürgerliste führte aus, dass diese Resolution von der Resolution der Kommune Wohratal abgeschrieben worden sei. Lizon warf die Frage auf, warum nicht eine Resolution diskutiert worden sei, als der Kreis für den Haushalt 2012 die Kreis- und Schulumlage auf insgesamt 58 Prozent erhöht habe. Auch wenn der Kreis in diesem Jahr im Haushalt ein Plus ausweise, müsse bedacht werden, dass dieser unter dem Rettungsschirm stehe und deshalb im Moment diese Umlagen nicht sofort gesenkt werden könnten.

Prognose 2030: nur noch 6317 Bürger in Breidenbach

Auf Einladung des Parlamentsvorsitzenden Ulrich Seibel referierten Birgit Imelli und Dr. Kerstin Jaensch von der „Hessen Agentur Wiesbaden“ zum Thema „Demografischer Wandel“. Laut Prognosen wird sich die Einwohnerzahl der Gemeinde Breidenbach, die sich am 31. Dezember 2012 auf 6957 Bürger belief, bis zum Jahre 2030 um 7 Prozent und damit um 640 Bürger reduzieren. Für den Landkreis sehe die Prognose eine Reduzierung um insgesamt 4 Prozent vor. Diese relativ positive Aussage sei im Wesentlichen auf das Zentrum Marburg zurückzuführen.

von Klaus Peter

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