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Trotz Investitionen steigen Energiekosten fürs Hallenbad

Sanierungsfolgen Trotz Investitionen steigen Energiekosten fürs Hallenbad

Ralf Grüßges bleibt ein weiteres Jahr an der Spitze des Trägervereins für das Friedensdorfer Hallenbad. Bis nächstes Jahr muss allerdings ein Nachfolger gefunden werden. Nun plagt den Verein eine Folge der energetischen Sanierung des Gebäudes: Das neu gedämmte Bad bedarf einer vermehrten Lüftung.

Friedensdorf. Vorstandswahlen und einen Rückblick über das abgelaufene Jahr standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Trägervereins „Hallenbad“. Immer wieder habe die veraltete Technik zu Ausfällen im Hallenbad geführt, berichtete Vorsitzender Christoph Schmidt. Die Ausfälle konnten durch die gute Zusammenarbeit mit der Firma Nassauer bisher immer schnell behoben werde, trotzdem sei nicht auszuschließen dass es zu einem Totalausfall kommen könne.

Obwohl der Bewilligungsbescheid vorlag, konnte die Erneuerung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie der Verrohrung und der Filteranlage nicht erledigt werden, da der Bäderingenieur völlig überlastet sei. Der Vorstand hofft auf eine kurzfristige Planerstellung, damit mit den Arbeiten in den kommenden Wochen begonnen werden kann.

Schmidt wies auch auf die deutlich gestiegenen Nebenkosten hin. Der Verein sei davon ausgegangen, dass nach der Investition in neue Fenster, Türen und Dämmung der Wände die Energiekosten gesenkt werden könnten. Leider sei das Gegenteil eingetreten und die Kosten um zirka 30 Prozent gestiegen. Der Grund dafür sei der weitaus höhere Lüftungsbedarf im Bad durch die völlige Dämmung beziehungsweise Abdichtung. Erfreulich sei hingegen die gute Auslastung des Hallenbades seit dem Sommer 2012, vor allem samstags.

Kassenwartin Andrea Weber die auch Ansprechpartnerin für das Hallenbad ist, berichtete, dass der Verein 134 Mitglieder zählt. Nicht gut ausgelastet war das Hallenbad im ersten Halbjahr, da es nur von der Hilda-Heinemann-Schule genutzt wurde. Im zweiten Halbjahr kamen die Grundschule Biedenkopf und Schüler der MPS Dautphetal hinzu.

Mühevolles Werben um einen neuen Vorsitzenden

Größte Gruppe sei immer noch das DRK mit seiner regelmäßigen Wassergymnastik. Zudem fanden an 26 Tagen Kindergeburtstage und zwei Taufen im Hallenbad statt. Auch in diesem Jahr wurden schon die ersten Kindergeburtstage gefeiert.

Anschließend folgte eine lange Diskussion zwischen Vorstand und den acht Mitgliedern um die Neubesetztung der Ämter. Bereit im vergangenen Jahr hatten die Vorsitzenden Christoph Schmidt und Ralf Grüßges angekündigt, nicht mehr zur Wahl antreten zu wollen.

Schmidt betonte, dass ihm der nötige Schwung sowie die Motivation der vergangenen Jahre fehle. Nach insgesamt achtjähriger Vorstandsarbeit trat er nicht mehr an. Es sei es an der Zeit, so Schmidt, dass sich junge Menschen, die mit ihren Kleinkindern das Hallenbad nutzten, auch im Vorstand engagieren. Das Hallenbad müsse bestehen bleiben.

Erst nach langer Diskussion und einer Unterbrechung erklärte sich Grüßges bereit, noch ein weiteres Jahr mitzuwirken, so dass nur noch ein weiteres Vorstandsmitglied gefunden werden musste. Schließlich stellte sich Karin Schmidt zur Wahl. Christoph Schmidt betonte, dass er weiterhin seine Dienste im Hallenbad versehen werde und auch für Fragen zur Verfügung stehe. Der Vorstand muss sich allerdings bemühen, bis zur nächsten Jahreshauptversammlung einen Nachfolger für Ralf Grüßges zu finden, dazu sollen junge Familien angesprochen werden.

Einig war sich die Versammlung darin, dass Kerstin Weber mit Herzblut nicht nur die Vorstandsarbeit leiste, sondern auch für alle Anliegen die das Hallenbad betreffen, immer ein offenes Ohr habe. Rede man in Friedensdorf vom Hallenbad, so werde gleichzeitig von Kerstin Weber gesprochen, die unmittelbar mit dem Bad verbunden sei, betonte Rolli Messerschmidt.

von Ingrid Lang

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