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Trägerverein verdient und investiert

Förderverein Frohnhausen Trägerverein verdient und investiert

Eine prima Bilanz, einen optimistischen Ausblick und einen Neubau präsentierte Frohnhausens Förderverein Gladenbachs neuem Bürgermeister Peter Kremer bei dessen Visite an der Kulturscheune.

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Sie sind stolz auf die kleine „Außenstelle“ der Frohnhäuser Kulturscheune (von links): Bürgermeister Peter Kremer, Fördervereins­vorsitzender ­Armin Becker, Georg Damm, Linda Krenn-Steidl, Kurt Weber und Adolf Leinbach.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Im Förderverein Frohnhausen herrscht nach wie vor gute Stimmung, denn die Bilanz nach dreijährigem Betrieb der Kulturscheune weist nicht nur schwarze Zahlen aus, sie lässt sogar Raum für Investitionen.

Über diese erfreuliche Entwicklung berichtete der Vorsitzende des Trägervereins, Armin Becker, in Frohnhausen vor Mitgliedern des Vereins und Bürgermeister Peter Kremer, der im alten Jahr kurz zu Besuch war, um die neueste Errungenschaft des Vereins in Augenschein zu nehmen. Der Trägerverein bewirtschaftet und verwaltet die Kulturscheune seit ihrer Inbetriebnahme Ende Oktober 2011. Seine Gründung war Voraussetzung dafür, dass seinerzeit im Parlament überhaupt ­eine Mehrheit für den Bau des Gebäudes zustande kam.

Die Gebühren für die Mehrzweckscheune sind zwar etwas höher als die für andere Dorfgemeinschaftshäuser im Stadtgebiet, das wirkt sich aber nicht negativ auf die Vermietungen aus. An nur wenigen Wochenenden im Jahr ist das Haus nicht belegt.

Der Förderverein rührt kräftig die Werbetrommel, die gute Mundpropaganda der Mieter sorgt für ein Übriges.

So erwirtschaftet der Verein von Beginn an einen Überschuss. Von der Stadt gibt es jährlich 4000 Euro Zuschuss für das Gebäude.

Unabdingbar war 2013 die ­Investition in eine Schalldämmung im Inneren. Für die Außenanlage schaffte der Verein Sonnenschirme für 6000 Euro an.

Und weil es allerlei Gerät­schaften und Materialien gibt, die man in und für die Kulturscheune benötigt und dort aber nicht genügend Platz ist, entschloss man sich, einen Lagerschuppen zu bauen. Ein Anbau für Lagerzwecke kam nicht infrage. Das hätte die Optik der Kulturscheune zerstört, erklärte Armin Becker, Vorsitzender des Fördervereins. Also wurde die „kleine Außenstelle“ wie er sie bezeichnete, als eigenständiges Gebäude geplant. Zwischen Kulturscheune und Spielplatz entstand der neue Bau, für den ein Team um Bauleiter Kurt ­Weber und Adolf Leinbach ­verantwortlich zeichnete.

Auf einer Fläche von 4,5 Meter mal 4 Metern wurde der Boden 35 Zentimeter tief ausgehoben, mit Schotter aufgefüllt und dann die Bodenplatte gegossen. Darauf entstand eine Holzkonstruktion, deren Gefache wie bei der Kulturscheune ausgekleidet und verputzt sind.

Verein investierte rund 12.000 Euro

Nun fehlen unter anderem noch Fenster und Türen, die der örtliche Schreiner demnächst einbauen wird. Nicht ganz unumstritten sei die Dachkonstruktion gewesen, berichtet Becker. Letztlich habe sich aber die Mehrheit dafür entschlossen, sie dem Hauptgebäude anzugleichen. 200 Stunden an Eigenleistung seien bisher in den Bau investiert worden, berichtet Kurt Weber. Weitere 50 bis 70 Stunden werden nötig sein, um die noch ausstehenden Arbeiten zu erledigen. Etwa 12000 Euro wird das Gebäude insgesamt kosten. Einen Zuschuss erhielt der Verein vom Dorfverein, der 2013 Frohnhausens 675-Jahr-Feier organisierte und ausrichtete.

Bürgermeister Peter Kremer war vom „Baby der Kulturscheune“ angetan. Lobende Worte gab‘s vom Stadtoberhaupt auch für das Frohnhäuser „Erfolgsmodell“ Kulturscheune und die vorbildliche Arbeit des Fördervereins.

Die Bilanz für 2014 bekräftigt den Verein in seiner Zuversicht. An 40 Wochenenden war das Haus vermietet. Dort wurden Hochzeiten, Polterabende und jede Menge runde Geburtstage gefeiert. Auch bei Vereinen ist das Haus sehr beliebt. Montags ist dort Frohnhausens Step-Aerobic-Gruppe aktiv, dienstags die Kinderturn- und Damengymnastikgruppe.

Der gute Ruf der Kulturscheune führt dazu, dass ein großer Teil der Mieter nicht nur aus Gladenbach kommt. Gäste aus Gießen und dem Marburger Raum sind keine Seltenheit.

Damit auch künftig die Freude über die Belegungszahlen nicht abbricht, will der Verein mit ­einer eigenen Homepage im ­Internet präsent sein.

Dort kann man bisher über die Adresse www.gladenbach-frohnhausen.de Kontakt zum Förderverein aufnehmen und sich über die Belegung informieren.

von Hartmut Berge

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