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Trachtentänzer feiern lustiges Jubelfest

25 Jahre Trachtentanzgruppe Dautphe Trachtentänzer feiern lustiges Jubelfest

Lustiges Programm, viele Lacher und Tänze: Die Dautpher Trachtentänzer nahmen ihr Alter mit Humor.

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Die Mitglieder der Hessischen Volkskunstgilde zeigten, wie ein Picknick auf der „Heuwiese“ ablief. Die Jubilare aus Dautphe zeigten naturgemäß einen Trachtentanz.Fotos: Ingrid Lang

Dautphe . Mit einem bunt-fröhlichen Programm verbreiteten die Dautpher Trachtentänzer aus Anlass ihres 25-jährigen Bestehens eine große Begeisterung beim Publikum. Nach der Begrüßung der Gäste durch den Vorsitzenden der Trachtentanzgruppe Henner Bösser präsentierten die „Dauroffer“ Trachtentänzer den „Schwedentanz“, dem der „Elsässer Bauerntanz“ folgte. Mit kräftigem Beifall dankten die Besucher für die gelungenen Tänze.

Torsten Frischkorn, Vorsitzender des Landesverbandes der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege, betonte, dass sich die Gruppe durch ihre Vielseitigkeit auszeichne. Frischkorn erinnerte auch an die langjährige Tanzleiterin Anni Debus, die die passenden Tänze aussuchte. Eine Aufgabe, die heute Barbara Stremel übernommen hat.

„Schie is es bei auerm Jubiläum“ sagte der HTV-Vorsitzende Erich Frankenberg und betonte, dass ihm dazu gleich zwei Sprüche eingefallen seien. „Tradition pflegen heißt nicht, Asche aufzubewahren, sondern Glut am Glühen zu halten“ sowie „Altes erhalten - Neues gestalten“.

Er lobte die Kreativität der Gruppe, den Einsatz der Tanz-und Gruppenleiter und vor allem von Trachtenwartin Irene Bonacker. „Ihr habt der Tracht des Amtes Biedenkopf der sogenannten Dellmutschentracht neues Leben eingehaucht“, sagte Frankenberg. Denn diese Tracht wurde 2006 zur Tracht des Jahres gewählt. Die Gruppe zeige, dass Volkstanz verbinde und nichts von seinem Sinn und Wert verloren habe.

Landrätin Kirsten Fründt ging auf die Leistungen der Trachtentänzer ein, die neben der motorischen Leistung auch das Kulturgut hochhalten. Fründt freut sich, dass im Landkreis noch viele Gruppen und vor allem seit 25 Jahren in Dautphe die Trachten- und Brauchtumspflege Tradition habe.

Bürgermeister Bernd Schmidt zollte der Gruppe seine Anerkennung und Respekt. Es sei schön, dass die Tänzer den Schritt vor einem Vierteljahrhundert wagten, denn bis heute seien sie vorbildliche Botschafter der Region.

Pfarrer Reiner Braun sagte: „Ich habe über den Trachtentanz nachgedacht und kam auf Heimweh.“ Mit dem Brauchtum werde die schnelllebige Zeit in der Mode angehalten, denn die wechsle ja dauernd, während die Tracht bleibe. Braun erinnerte auch an die erste Tanzleiterin, die eine Pariserin war, und sagte „Wer kann das schon sagen“.

Lustig ging es anschließend bei dem Auftritt der Hessischen Volkskunstgilde zu, die mit zwei Geschichten in Platt aus den fünfziger Jahren mit der „Milchbank“ und der „Heuwiese“ das Publikum begeisterte und viele Lacher hervorrief. Für die passende Musik sorgten „LTM - Lauter tolle Musiker“ mit Britta Fischer und Peter Keller, die nicht nur das Geschehen aus früheren Zeiten untermalten, sondern auch die Mitglieder der Volkskunstgilde beim Singen begleiteten.

Glückwünsche und ein Tänzchen überbrachten auch die Kinder vom Kindergarten in Dautphe. Die Besucher ließen beim offenen Singen von einigen Liedern, das von Ralph Hikade am Schifferklavier begleitet wurde, den Saal erbeben. Unter der Leitung von Björn Bittner begeisterte der Männergesangverein Dautphe mit „Holderstrauch“ und „Rosenstock, Holder blüht“. Mit Tänzen der befreundeten Volkstanzgruppe Emsdorf, die die „Breidenbacher Polka“, „Mädel mit dem roten Mieder“ und einen „Polka-Mix“ servierten, neigte sich die Jubiläumsfeier dem Ende entgegen. Mit kräftigem Beifall bedankte sich das Publikum für alle Darbietungen. Die Bewirtung übernahm der Kunstkreis „Mosaik“.

von Ingrid Lang

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