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Tote im Hinterland: Ermittlungen laufen

Ermittlungsfälle Tote im Hinterland: Ermittlungen laufen

Sowohl im Fall des vermutlichen Beziehungsdramas in Breidenbach, als auch der Todesfall während einer Festnahme in Biedenkopf sind noch nicht aufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft wrtet noch auf die Ergebnisse der DNA-Analysen.

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In der Dexbacher Straße in Biedenkopf erstickte ein 37-Jähriger bei einem Polizeieinsatz .

Quelle: Tobias Hirsch

Biedenkopf. Vor fast zwei Monaten starb ein 37-jähriger Biedenkopfer, als er von Polizisten festgenommen wurde, doch die Todesursache steht immer noch nicht fest. Auf Anfrage der OP erklärt Annemarie Petri, dass die Ergebnisse der chemischen und toxikologischen Gewebeuntersuchungen noch nicht vorliegen. Wann dies der Fall sein wird, vermag die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Marburg nicht zu sagen.

Ursächlich für die lange Wartezeit sind wohl das Arbeitsaufkommen in den Laboren des Landeskriminalamts und die komplizierten Verfahren, zu denen auch externe Spezialisten benötigt und herangezogen werden.

Wie die OP berichtete, randalierte der 37-Jährige in der Nacht zu Mittwoch, 16. April, in einem Mehrfamilienhaus in der Dexbacher Straße 28. Die alarmierten Polizisten überwältigten den Mann nach einem Fluchtversuch, legten ihm Handschellen an und hielten ihn auf dem Bauch am Boden liegend fest.

Weil sich der 37-Jährige nicht beruhigen ließ, riefen die Polizisten Rettungskräfte und den Notarzt. Als die Sanitäter dem Mann ein Beruhigungsmittel verabreichen wollten, ließ sein Widerstand plötzlich nach und seine Atmung setzte aus. Der Mann starb, Reanimationsversuche blieben erfolglos.

Gegen die vier beteiligten Polizisten ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.Auch im Falle des Tötungsdeliktes von Breidenbach wartet die Staatsanwaltschaft offensichtlich noch auf die Ergebnisse der Analyse von Spuren an der Tatwaffe. Schon vor Wochen hatte Petri durchblicken lassen, dass es länger dauern könne, gestern teilte sie nun mit: „Es gibt nichts neues.“

Die Bluttat an einer 27-jährigen Frau ereignete sich am Sonntagvormittag des 9. Februar. Der Tat verdächtigt wird der 31-jährige Ehemann, der mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wurde und sich nach drei Tagen in der Kanzlei eines Dortmunder Anwalts Polizisten stellte. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Die in Breidenbach lebende Frau erlitt 20 Messerstiche in Oberkörper und Hals, erstickte jedoch laut Obduktionsergebnis an ihrem eigenen Blut.

von Gianfranco Fain

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