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Tinte ist trocken, erstes Dorfgemeinschaftshaus ist verkauft

Zukunft der Dorfgemeinschaftshäuser Tinte ist trocken, erstes Dorfgemeinschaftshaus ist verkauft

Der Träger der Kindertagesstätte in Altenvers ist nun auch Eigentümer des Dorfgemeinschaftshauses, für deren Nutzung durch die Bürger sich nichts ändert.

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Symbolische Übergabe der Unterlagen für das Dorfgemeinschaftshaus Altenvers an Helmut Koch (links), Vorstandssprecher des Vereins Weißer Stein, durch Lohras Bürgermeister Georg Gaul.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Am Freitagvormittag erfolgte die symbolische Übergabe des Dorfgemeinschaftshauses Altenvers an den Marburger Verein „Weißer Stein“, während die Verträge schon zuvor unterschrieben worden waren. „Das ist die bestmögliche Konstellation, die zu erreichen war“, betonte Georg Gaul, und dies sei auch die Meinung der Altenverser, ergänzte Lohras Bürgermeister. Die Gemeinde werde entlastet, der Weiße Stein sei gestärkt und habe nun Planungsicherheit.

Investitionsstau beheben

Die will der Verein gleich nutzen. Kurzfristig soll der durch die ungeklärte Situation, als das Haus zum Verkauf angeboten war, entstandene Investitionsstau behoben werden, als erstes steht die Erneuerung des Spielplatzes hinter dem Haus für rund 50000 Euro an, dann folgt die Renovierung der Flure. Die Vorplanungen sind schon erledigt, die Ausschreibung läuft. Die Arbeiten am Außengelände sollen Ende April beginnen und zwei Monate später beendet sein, erklärt Vorstandssprecher Helmut Koch.

Er freut sich, dass die Zeit der Ungewissheit vorbei ist. Nicht nur der Verein, vor allem auch die neun Mitarbeiterinnen und die Eltern der in drei Gruppen - davon eine U3-Gruppe - betreuten Kinder wissen nun, dass es auch langfristig in Altenvers weitergehen wird, da der Kindergartenbetriebsvertrag um 15 Jahre bis zum 31. Juli 2030 verlängert wurde. Das war auch ein Ziel des Vereins Weißer Stein, nämlich die Arbeit im Vers­tal für die nächsten Jahre auf eine sichere Basis zu stellen, damit „wir die Dinge, die wir im Kopf haben, ausbauen können“, erklärt Koch.

Familienzentrum mit erweitertem Betreuungsangebot

Damit gemeint ist etwas völlig neues für die Gemeinde Lohra: Den Aufbau eines Familienzentrums. Dazu wird das bestehende „0 bis 6 Betreuungsangebot“ um weitere Angebote erweitert, die unter dem Oberbegriff „Frühe Hilfe“ zusammenzufassen sind. Darunter fallen zum Beispiel Familienberatung- und hilfe, Elternberatung sowie Elternschule oder Erziehungshilfe. Diese bereits bestehenden Angebote will der Verein nun, da man die Räume nach den eigenen Bedürfnissen nutzen kann, auch in Altenvers konzentrieren (die OP berichtete).

Unberührt von alledem bleibt für die Altenverser die Nutzung des Bürgerhauses. Der klassische Versammlungsraum wird tagsüber von der Kindertagesstätte als Bewegungsraum genutzt und kann in der übrigen Zeit nach den Bedingungen der Gemeinde gemietet werden. Einzige Änderung: Statt eines Ansprechpartners bei der Gemeindeverwaltung Lohra ist nun der zuständige Mitarbeiter des Vereins in Marburg zu kontaktieren.

von Gianfranco Fain

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