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Breitbandausbau

Tiefbauer müssen nachbessern

Der Ausbau der Breitbandversorgung im Landkreis läuft zügig. Dabei geht es nicht ganz ohne "Flurschäden" ab. Bisher ist es gelungen, entstandene Schäden schnell zu regulieren.
Beim Bau der Verteilerkästen kann es – wie hier in Altenvers – auf dem Bürgersteig eng werden. Gleichwohl sind alle Kästen-Standorte mit den Verwaltungen abgesprochen.

Beim Bau der Verteilerkästen kann es – wie hier in Altenvers – auf dem Bürgersteig eng werden. Gleichwohl sind alle Kästen-Standorte mit den Verwaltungen abgesprochen.

© Hartmut Berge

Gladenbach. Bis zum Spätsommer nächsten Jahres soll der Landkreis Marburg-Biedenkopf über schnelles Internet verfügen. Die eigens gegründete Breitband GmbH von Kreis und heimischen Kommunen - ausgenommen der Stadt Marburg - arbeitet mit der Deutschen Telekom AG zusammen. Sie erhielt den Zuschlag für den Ausbau.

Der erfolgt in sieben Abschnitten. Biedenkopf, Breidenbach, Angelburg, Steffenberg und Bad Endbach hängen schon an der schnellen Datenautobahn. Vorm Abschluss stehen die Arbeiten im Ausbaugebiet 3 zu dem Gladenbach, Lohra und Lahntal zählen. Dort wird es im Dezember, kurz vor Inbetriebnahme des Netzes, Informationsveranstaltungen geben.

Breidenbach bereits abgeschlossen

In der Gemeinde Breidenbach ist das Projekt Breitband abgeschlossen. Die Ausbaustrecken wurden abgenommen. „Wir waren zweieinhalb Stunden unterwegs, zu Fuß und mit dem Auto“, berichtet Achim Born, bei der Gemeindeverwaltung zuständig für den Tiefbau. Zutage kamen bei der Abnahme nach seinen Worten nur wenige kleine Mängel, sie wurden beziehungsweise werden noch abgestellt. Bauamtsleiter Norbert Schmidt berichtet, dass es während der Bauphase nur vereinzelt Mitteilungen über mangelhaft ausgeführte Arbeiten gab. In Breidenbach war beim Trassenbau nur ein Feldweg betroffen. Ansonsten wurden die Kabel in Bürgersteigen verlegt oder vorhandene Rohre genutzt. Insgesamt waren auf einer Länge von sechs Kilometern Tiefbauarbeiten nötig. Die Arbeiter verlegten neun Kilometer Glasfaserleitungen. Breidenbachs Besonderheit: Neben der Kerngemeinde „surfen“ auch Teile Achenbachs, Oberdietens und Wolzhausens schon seit vier Jahren mit hohen Geschwindigkeiten. Dort hatten Telekom und Gemeindeverwaltung das Netz schon vor vier Jahren ausgebaut.

Auch in Biedenkopf sind die Arbeiten längst abgeschlossen. Die Abnahme mit den beteiligten Firmen sei erfolgt, berichtet Lothar Achenbach, Leiter des Fachbereichs Bauen. Kleinigkeiten wurden schon während der Bauphase von den Ortsvorstehern gemeldet, „und wurden auf dem kleinen Dienstweg abgestellt“, berichtet er. Fast alles, was bei der Abnahme bemängelt wurde, haben die Firmen inzwischen nachgebessert. Zu bemängeln gab es „nichts Weltbewegendes, versichert Achenbach.

In Steffenberg ist heute Abnahme der innerörtlichen Ausbaustrecke. „Feld- und Waldwege wurden bereits abgenommen“, sagt Corinna Lauber vom Bauamt. „Zum Teil waren Feldwege in üblem Zustand“, berichtet sie. Eine heimische Firma habe die betreffenden Wege wieder ordentlichen hergerichtet.

Schnelles Internet kommt nicht automatisch ins Haus

So wie in allen anderen Gemeinden, waren auch in Dautphetal zahlreiche Subunternehmen damit beschäftigt, die Tiefbauarbeiten zu verrichten. Hermann Henkel von der Gemeindeverwaltung berichtet von zum Teil erheblichen Nacharbeiten. Nach seinem Kenntnisstand sei allerdings alles zur Zufriedenheit erledigt worden.

In Gladenbach soll das schnelle Datennetz im Januar funktionieren. Die Erdarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Bauamtsleiter Ulrich Weber hat alle 15 Ortsvorsteher anschreiben lassen und gebeten, Mängel entlang der Trassen mitzuteilen. Wer Kenntnis von offensichtlichen Schäden hat, sollte sich an den zuständigen Ortsvorsteher oder die Ortsvorsteherin wenden. Das Bündeln der Informationen soll die noch ausstehende Bauabnahme erleichtern. Ähnlich verfährt die Gemeinde Lohra, sie baut auch auf die Hilfe der Jagdvorsteher und deren Ortskenntnis.

Das schnelle Internet kommt nach Fertigstellung der Arbeiten nicht automatisch ins Haus. Kunden, auch die, die jetzt schon bei der Telekom sind, müssen einen neuen Vertrag abschließen beziehungsweise den bestehenden erweitern. Auch, wer bei einem anderen Anbieter ist, kann in den Genuss des schnellen Internets kommen.

Für alle Fragen zum Breitbandausbau, auch über den Ausbaustand, gibt es eine ständig aktualisierte Internetseite (www.breitband-marburg-biedenkopf.de).

Darüber hinaus finden vor Inbetriebnahme Informationsveranstaltungen statt: am Mittwoch, 10. Dezember, im DGH Sterzhausen, am Montag, 15. Dezember, im Bürgerhaus Lohra und am 17. Dezember im Haus des Gastes in Gladenbach. Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr. Im Internet und bei den Veranstaltungen vor Ort kann und sollte man sich auch vormerken, das heißt, registrieren lassen. Nur so kann der Anbieter abschätzen, welche Anzahl an „Ports“ vorhanden sein müssen, damit alle bedient werden können. Bei vielen späteren Anmeldungen kann es zu Verzögerungen kommen.

von Hartmut Berge

[Hartmut Berge]

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