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Thielemann ist Kandidat für Ehrung

Otto-Ubbelohde-Preis Thielemann ist Kandidat für Ehrung

Beim Auftakt für die Veranstaltungsreihe „Kunst im Park“ zeigten die Breakdancer ihr Können und Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim gab ein wohlgehütetes Geheimnis bekannt: Städte Gladenbach und Kirchhain schlagen den Künstler Hans-Heinrich Thielemann für Verleihung des Otto-Ubbelohde-Preis vor.

Gladenbach. Es wurde eng im Versammlungsraum der AWO Gladenbach, denn das Wetter machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Alles war auf dem Außengelände vorbereitet für die Vorstellung des Projektes „Kunst im Park“ mit dem Kulturprogramm der Freiherr-vom-Stein-Schule. Doch die von Stadtjugendpfleger Karl Heinz Nickel eigens mitgebrachte Hüpfburg musste im Spielmobil bleiben.

Bei der erstmals in dieser Form stattgefundenen Auftaktveranstaltung begrüßte Einrichtungsleiterin Angelika Plaicher nicht nur die Bewohner des Hauses, sondern auch den Bürgermeister der Stadt Gladenbach, Klaus-Dieter Knierim, viele Schüler der Europaschule und einige Lehrer.

Mitgebracht hatten die Schüler etliche selbstgemalte Bilder zum Thema „Wie sehen Jugendliche ihre Großeltern“, die im Kunstunterrichts der Klassen 8 und 9 entstanden sind und als kleine Vernissage im Versammlungsraum zu sehen waren.

Bildhauer und Künstler Hans-Heinrich Thielemann, Organisator der Veranstaltung und des Projektes „Kunst im Park“ ist auch Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes und engagiert sich seit Jahren mit seinen Kunstprojekten. Wer durch den Park der AWO Gladenbach schlendert, „stolpert“ immer wieder über kleine oder größere Kunstwerke, die mit Schülern der Europaschule und den Bewohnern des Hauses geschaffen und dort ausgestellt wurden.

In diesem Jahr ist eine Erweiterung des Projektes geplant, denn die Kunstwerke sollen in Zukunft nicht nur im Park der Einrichtung zu finden sein, sondern auch in der Stadt. In seinem Grußwort wies des Bürgermeisters auf den guten Austausch des Pflegezentrums mit der Stadt und der Europaschule und gemeinsamen Aktivitäten hin. Auch der Humor kam in Knierims kurzer Ansprache nicht zu kurz. So habe er „einige enttäuschte Senioren vernehmen können, die mit den jungen Leuten gerne die Hüpfburg in Beschlag genommen hätten“. Knierim lüftete ein kleines Geheimnis: Er und sein Amtskollege aus Kirchhain schlagen Thielemann aufgrund der Verdienste in beiden Städten für die Verleihung des Otto-Ubbelohde-Preises vor. Thielemann wusste dies noch nicht und verdrückte nach der Bekanntgabe ein paar Tränen. Nun hofft man in beiden Kommunen, dass sich das Komitee überzeugen lässt, Thielemann diesen Preis zu verleihen. Zumal er auch die Idee des neuen Projektes, einen Skulpturenpfad durch die Stadt Gladenbach, angekurbelt hat, dessen Verwirklichung nun in Angriff genommen wird.

Die Veranstaltung an einem verregnetem Nachmittag fand mit dem Auftritt der Break-Dance-Gruppe und einem Teil der Schulband einen musikalischen Höhepunkt. Vor allem die Break-Dancer gefielen den Bewohnern des Heims sehr und mussten eine Zugabe geben. Paulina und Georgina sind die einzigen Mädchen in dieser Gruppe und haben großen Spaß. Seit einem Jahr besteht die Break-Dance-Gruppe und „wir wollen unser Talent in diesem Jahr auf dem Kirschenmarkt zeigen“, sagt Georgina selbstbewusst. Im Zweifel muss sie dort allein auftreten, denn die anderen Dancer beweisen bisher nicht solchen Mut.

Ob diese Gruppe im nächsten Jahr noch besteht, hängt von Trainer Joey ab, der in diesem Jahr sein Abitur macht und noch nicht weiß, wie es bei ihm weitergeht.

von Daniela Pieth

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