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Therme erhält 2017 neuen Ruheraum

SPD gegen Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Therme erhält 2017 neuen Ruheraum

Der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs „Kur, Tourismus, Energie“ passierte am Montagabend das Bad Endbacher Parlament mit sieben Neinstimmen (SPD) und einer Enthaltung (FWG).

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Die Lahn-Dill-Bergland-Therme soll 2017 einen neuen Ruheraum erhalten. Dafür sind im Wirtschaftsplan 2016 des Eigenbetriebs 300.000 Euro eingeplant.

Quelle: Thorsten Richter

Bad Endbach. Der Zuschuss, den die Gemeinde Bad Endbach an ihren Eigenbetrieb „Kur, Tourismus, Energie“ zahlen muss, wird für das laufende Jahr mit 583.000 Euro kalkuliert. Gegengerechnet werden wiederum die Leistungen, die die Gemeinde für den Eigenbetrieb erbringen wird. Somit ergibt sich eine tatsächliche Belastung für die Gemeinde, die sich auf 139.500 Euro beläuft.

Eine kritische Aussprache zum Wirtschaftsplan fand im Parlament nicht statt. Auch erklärte Bürgermeister Markus Schäfer, dass der Entwurf, ebenso wie der des Haushaltsplans, vom 8. bis zum 19. Januar öffentlich auslag. Von der Möglichkeit der Einsicht habe aber kein Bürger Gebrauch gemacht.

Auch erklärte er, dass sechs der sieben Anlagen des Windparks „Lahn-Dill-Bergland Mitte“ zum 31. Dezember 2015 ans Netz gegangen sind, um die höhere Einspeisevergütung zu sichern. Bei einer Anlage sei der Termin nicht eingehalten worden. „Die wirtschaftlichen Einbußen halten sich in Grenzen, da einerseits die Reduzierung der Einspeisevergütung nur gering ausfällt und andererseits das Inbetriebnahmejahr bei dieser Anlage statt mit einem Monat mit 10 Monaten vergütet wird“, sagte Schäfer.

Im Wirtschaftsplan sind 
die Lahn-Dill-Bergland-Therme, die Tourist-Information, die Erzeugung und Vermarktung von Energie, das Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum, der Windpark „Lahn-Dill-Bergland-Mitte“ etatisiert.

JPLH Consult mischt zwei Jahre lang mit

Zum Thema Erzeugung von Energie stellt der Windpark Hilsberg einen Schwerpunkt dar, da sich die Ertragssituation in diesem Segment positiv darstellt. Die technische und kaufmännische Betriebsführung des Windparks obliegt dem Eigenbetrieb. Für die Verwaltung bedeutet dies, dass es zu der Schaffung einer neuen Stelle im Wirtschaftsplan 2016 noch ein erhebliches Verrechnungspotenzial gibt. In den Haushalt der Gemeinde fließen somit 130.000 Euro zurück.

Zum Windpark „Lahn-Dill-Bergland-Mitte“ rechnet der Eigenbetrieb mit erheblichen Einnahmen aus der Beteiligung. 39 Prozent der Ausschüttung fließt wieder in den Etat der Gemeinde. Zu Beginn des Jahres und für die Dauer von zwei Jahren wird der Eigenbetrieb zusammen mit JPLH Consult die kaufmännische Betriebsführung des Windparks übernehmen. Die technische Leitung obliegt Thomas Reuter, technischer Leiter des Eigenbetriebs.

Die Lahn-Dill-Bergland-Therme erfreut sich zwar zunehmender Beliebtheit, was sich an der Besucherzahl widerspiegelt, dennoch ist der Eigenbetrieb bemüht, neue Ideen und Attraktionen anzubieten und gleichzeitig den Standard beizubehalten. Deshalb ist für 2017 geplant, einen neuen Ruheraum zu errichten. 300.000 Euro sind dafür vorgesehen.

Für das Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum sind zur Sanierung der Oberlichter und Fenster im laufenden Jahr 40.000 Euro eingeplant. Der bereits 2014 vorgesehene Umbau zur Attraktivitätssteigerung, die für eine Zunahme an Besuchern sorgen sollte, wurde nicht umgesetzt, weil die Zuweisung von Landesmitteln nicht bewilligt wurde. Nun soll in diesem Jahr der gesamte Gebäudekomplex überregional ausgeschrieben werden, um möglichst ein tragfähiges Vermarktungskonzept umzusetzen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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