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Tausende Besucher strömen durch den Wald

Waldbauerntag Tausende Besucher strömen durch den Wald

Die Forstbetriebsgemeinschaften Biedenkopf und Gladenbach zeichneten die Entwicklung der Forstwirtschaft im Laufe der Jahrhunderte nach. Die Vorbereitungen dazu dauerten gut ein Jahr.

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Früher Knochenarbeit, heute Demonstration: Christoph Andreas aus Mornshausen /D. schält per Hand einen Baumstamm.

Quelle: Heribert Theis

Gladenbach. Am Freitag stand Gladenbach ganz im Zeichen des 2. Hinterländer Waldbauerntags. Dies war eine Veranstaltung der Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) Biedenkopf-Gladenbach und des Hessischen Waldbesitzerverbandes, Kreisgruppe Biedenkopf. Ein Großaufgebot an Informationen aus Vergangenheit und Gegenwart der Forstwirtschaft wurde präsentiert.

So zog sich bei bestem herbstlichen Wanderwetter ein gewaltiger Besucherstrom über einen Rundkurs von 6,5 Kilometer von der Schutzhütte des Männergesangvereins Gladenbach bis zur Runzhäuser Höhe, dann durch das Zillertal wieder zurück. Die Feld- und Waldwege waren gespickt mit forstlichen Maschinen und Informationsständen.

Einer der Zuschauermagnete war die im Zillertal aufgestellte Seilkrananlage. Mit diesem System können gefällte Bäume aus sonst schwer überwindlichen Steillagen geborgen werden. Die Stämme werden mit Winden und Drahtseilen in der Luft schwebend transportiert. Hierbei wird zudem wertvolle Bodenflora kaum beeinträchtigt, weil die Stämme dann fast keine Bodenberührung haben.

Großes Interesse zeigten die Besucher auch an den Rückepferden von Wilfried Schwald und Dieter Petri aus Weifenbach. Diese „Comtois“, eine französische Kaltblutrasse, machten beim Ziehen von Stämmen die enorme Kraft dieser Tiere deutlich. Der Einsatz von Rückepferden erfolgt an für Maschinen schwer zugänglichen Stellen und ist ebenfalls bodenschonend.

Von modernen Maschinen bis Werkzeug aus vergangenen Zeiten

Neben modernen Maschinen, wie dem Harvester, einen Forstspezialtraktor als Rückefahrzeug, Holzschnitzler, mobiles Sägewerk, Holzspalter und anderen Geräten mehr, wurden auch Werkzeuge aus vergangenen Zeiten, beispielsweise die mit Körperkraft zu bedienende Schrotsäge, vorgeführt. Auch eine fahrbare Holzschneidemaschine war zu entdecken.

Die Veranstaltung eröffneten der Vorsitzende der FBG Biedenkopf, Andreas Feldmann, und Gladenbachs neuer Bürgermeister Peter Kremer, vor zahlreichen Besuchern und Gästen aus Forstwirtschaft und Politik. Gewürdigt wurde hierbei auch die Vorbereitungsarbeit von einem Jahr.

Zuvor begrüßten die Jagdhornbläsergruppe der Jägervereinigung Hinterland und die Volkstanz- und Trachtengruppe Gladenbach beziehungsweise mit musikalischen und tänzerischen Einlagen.

Der Vorsitzende des Vorbereitungsausschusses, Klaus Uwe Koch, sah die Veranstaltung als großen Erfolg. „Ohne die Teilnahme und Unterstützung der Aussteller und auch des Bauhofes der Stadt Gladenbach wäre das nicht so gelungen“, betonte er.

von Heribert Theis

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