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Tafel erinnert an Steinbrucharbeiter

Rachelshäuser Steinbruch Tafel erinnert an Steinbrucharbeiter

Eine Gedenktafel oberhalb des Rachelshäuser Steinbruchs erinnert an die sechs Arbeiter, die während der Abbruchzeiten verunglückt und gestorben sind.

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Im Beisein von Horst Debus (links) brachten Alexandra Kaut und Ortsvorsteher Walter Scheld die Gedenktafel an.

Quelle: Klaus Peter

Rachelshausen. In einer kleinen Feierstunde wurde am Samstag eine Gedenktafel oberhalb des Rachelshäusers Steinbruchs „Auf der Kanzel“ installiert. Diese befindet sich unterhalb eines Kreuzes, das ebenfalls vor wenigen Tagen aufgestellt wurde.

Zur Feierstunde oberhalb des Steinbruchs in unmittelbarer Nähe des äußeren Streifens der Landheege auf einer Höhe von gut 500 Meter NN begrüßte Ortsvorsteher Walter Scheld etwa 35 Bürger. Die Idee der Tafel und des Kreuzes stamme von Robert Müller und Horst Debus, welche jetzt, im Jahre der 675-Jahr-Feier des Ortes, verwirklicht wird. Nach Absprache mit den Angehörigen der dort Verunglückten sei davon abgesehen worden, diese Tafel mit Namen zu beschriften.

Robert Müller, der den Steinbruch bis zur Schließung im Jahr 1993 und damit als letzter betrieb, dankte Steinmetzmeisterin Alexandra Kaut, die den Diabasstein für diese Gedenktafel zur Verfügung stellte und beschriftete. Enkel Fridtjof Müller fertigte das über dem Gedenkstein befindliche Kreuz aus zwei unterschiedlich starken Feldbahngleisen aus dem Steinbruch an.

Sowohl die Gedenktafel, als auch das Kreuz sollen an die sechs Opfer erinnern, die während der Abbruchzeiten im Steinbruch nach Unfällen gestorben sind. Er hoffe, dass sowohl der Gedenkstein, als auch das Kreuz von der Bevölkerung würdig angenommen werden und dass dort nicht randaliert werde

Wie Robert Müller berichtete, wurde der Diabas-Steinbruch seit etwa 1880 betrieben und hatte seine Blütezeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als sieben Firmen gleichzeitig mit mehr als 120 Mitarbeitern den Abbau betrieben. Der annähernd zehn Hektar große Steinbruch ist heute Landschaftsschutzgebiet.

von Klaus Peter

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