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Strom auf schlechten Böden ernten

Fotovoltaik Strom auf schlechten Böden ernten

Während der Sitzung der Ortsbeiräte Bad Endbachs erläuterte Bürgermeister Markus Schäfer auch den Teilregionalplan Energie Mittelhessen besonders hinsichtlich der Vorbehaltsgebiete für Freiflächen-Fotovoltaikanlagen

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Bürgermeister Markus Schäfer (links) ging in der gemeinsamen Sitzung der Bad Endbacher Ortsbeiräte auch auf den Regionalplan Energie Mittelhessen ein. Dabei ging es vornehmlich um Freiflächen-Fotovoltaikanlagen.

Quelle: /Klaus Peter

Bad Endbach. Bürgermeister Markus Schäfer ging in der gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte Bad Endbach am Dienstagabend zum Haushaltsplan 2013 auch auf die Vorbehaltsgebiete für Freiflächen-Fotovoltaikanlagen ein. Der Teilregionalplan Energie Mittelhessen sieht große Flächen in Bottenhorn vor. Dies seien aber Empfehlungen des Regierungspräsidiums (RP), letzlich müsse die Gemeinde entscheiden, ob und wie sie die Empfehlungen umsetze.

Zu den Freiflächen-Fotovoltaik­anlagen gebe es sicherlich unterschiedliche Meinungen. Ihm sei wichtig, dass diese Flächen nicht im direkten Blickfeld der Einwohner und möglichst auf landwirtschaftlich schlechten Ertragsflächen platziert würden, erklärte Schäfer. Mit einer Bauleitplanung müsse festgelegt werden, was die Gemeinde wo haben wolle. Bis zum 21. März wünscht das RP eine Stellungnahme der Gemeinde. Diese soll in der Gemeindevertretersitzung am 18. März beschlossen werden.

Schlierbachs Ortsvorsteher Rolf Herrmann wollte wissen, ob solche Fotovoltaikanlagen, wie in Wommelshausen, von einem privaten Investor oder von der Kommune betrieben werden sollen. Dazu sagte der Bürgermeister, dies könne die Gemeinde als Bauherr in Verbindung mit einer Genossenschaft oder aber auch der interkommunale Weg mit Bürgerbeteiligung sein. Ob die Flächen angepachtet oder gekauft werden, müsse im Einzelfall entschieden werden. Der Fotovoltaikanlage „In der Lache“ bei Wommelshausen hätte die Gemeinde relativ leicht zustimmen können, da dieses Areal als Gewerbegebiet ausgewiesen war.

Die neuen Nutzungsgebühren für Bürger- und Dorfgemeinschaftshäuser wurden ebenfalls thematisiert. Die sogenannten Härtefälle müssten überprüft werden, um gegebenenfalls andere Verrechnungsarten anzuwenden. Gleichwohl sei es schwierig, denn mit dem Auflösen einer Ungerechtigkeit entstehe meistens eine andere. Hiermit würden sich die gemeindlichen Gremien nochmals befassen.

Angesprochen wurde auch die Investitionstätigkeit der Gemeinde in diesem Jahr. Für das Feuerwehrgerätehaus in Wommelshausen sind 380 000 Euro Baukosten vorgesehen, der Baubeginn sei noch in diesem Jahr vorgesehen, berichtete Schäfer. Der Bürgermeister sprach auch den Neubau des Kindergartens an, für den 1,2 Millionen Euro bereitstehen und 450000 Euro an Zuwendungen erhofft werden. Schäfer führte aus, dass ein ehemals ins Auge gefasster Umbau, zu kostenintensiv geworden wäre. Aus diesem Grunde solle der neue Kindergarten auf dem unteren Teil des großen Parkplatzes am Kur- und Bürgerhaus entstehen. Schäfer geht davon aus, dass die kalkulierten Kosten deutlich unterschritten werden.

Etwas enttäuscht ist Ladislaus Szabo, weil er von der Anlage eines Waldfriedhofes oberhalb des „Alten Friedhofs“ in Wommelshausen aus der Zeitung erfahren habe. Der „Alte Friedhof“ sei ohne große Investitionen als Waldfriedhof nutzbar, betonte Schäfer. Auch in Bad Endbach würde es sich anbieten, den Friedhof nach oben als Waldfriedhof zu erweitern.

Thomas Schäfer fragte an, wie der Stand der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Wommelshausen sei. Dazu berichtete der Bürgermeister, dass es sich um eine Landesstraße handele und diese nach seinen Informationen keine Priorität genieße. Deshalb sei die Hoffnung gering, dass die Sanierung in absehbarer Zeit beginne.

von Klaus Peter

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