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Streit um Geld 
endet handgreiflich

Aus dem Amtsgericht Streit um Geld 
endet handgreiflich

Es stand Aussage ­gegen Aussage. Was genau am 18. Juni des vergangenen Jahres geschah, wurde in einem Strafprozess vor dem Marburger Amtsgericht nicht aufgeklärt. Am Ende stand jedoch die Einstellung des Verfahren gegen einen 67-Jährigen aus der Gemeinde Lohra, der sich wegen Körperverletzung zu verantworten hatte.

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Das Amtsgericht hat ein Verfahren wegen Körperverletzung gegen einen 67-Jährigen aus der Gemeinde Lohra eingestellt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, einen 31-Jährigen während eines Streits geschubst und geschlagen zu haben. Der Vorfall ereignete sich in Lohra auf dem Privatgrundstück des Angeklagten.

Während der 67-Jährige, von Beruf Hausmeister, Bauarbeiten auf seinem Grundstück ­verrichtete, betrat der Geschädigte dieses und forderte Geld vom Hausherren. „Ich wollte, dass er mir endlich mein Geld auszahlt, das ich verdient habe“, meinte der 31-Jährige, der den Angeklagten mit Gelegenheitsarbeiten bei seinen Hausmeister-Tätigkeiten unterstützt hatte.

Richterin hält Schilderungen für „zu vage“

„Das hätte er mit meinem Chef klären müssen. Ich bin ja selber nur Angestellter und nicht für Geldzahlungen zuständig. Das habe ich ihm auch versucht klarzumachen“, sagte der Lohraer. Doch der Eindringling habe nichts von den Erklärungsversuchen wissen wollen und „haufenweise“ Beschimpfungen „weit unter der Gürtellinie“ geschrien. „Er wollte mich provozieren, ist mir hautnah gekommen und hat mich angebrüllt. Da habe ich ihn von mir weggeschubst“, erinnerte sich der Angeklagte.

Die Angaben des 67-Jährigen deckten sich weitgehend mit den Aussagen des Geschädigten – mit einer Ausnahme: Der 31-Jährige behauptete, am Kragen gepackt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden zu sein. Geblutet habe er auch und sei beim Arzt gewesen. Die Schilderungen hielt Richterin Melanie Becker allerdings für „zu vage“.

Der Angeklagte leugnete den Vorwurf des Faustschlags vehement und forderte, den Geschädigten vereidigen zu lassen. ­Bevor es jedoch dazu kam, einigten sich Staatsanwalt und Richter, dem Angeklagten ­eine Einstellung des Verfahrens in Aussicht zu stellen, sollte dieser seine Forderung fallen lassen. Der 67-Jährige nahm das Angebot an.

von Benjamin Kaiser

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