Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Straßensanierung wird verschoben

Straßensanierung Straßensanierung wird verschoben

Die Baustelle der B 255 hat den Gewerbetreibenden in Gladenbach nicht nur aufs Gemüt, sondern auch auf den Geldbeutel gedrückt - mit einem Umsatzrückgang von 20 bis 40 Prozent.

Voriger Artikel
Freie Wähler triumphieren
Nächster Artikel
Glauben ist Thema beim Frauentag

Die Teichstraße sowie die Marktstraße sollen nach der Gießener Straße saniert werden – allerdings nicht mehr in diesem Jahr. Mit dieser Entscheidung kommt Hessen Mobil dem Wunsch der Gewerbetreibenden nach.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach . Erleichterung machte sich am Dienstagabend während der Jahreshauptversammlung breit, als Bürgermeister Peter Kremer einen Brief von Hessen Mobil verlas, indem dem Wunsch der Gladenbacher Gewerbetreibenden stattgegeben wird, den Beginn des nächsten Bauabschnittes zu verschieben. 2016 wird definitiv nicht wie geplant weitergebaut werden. Nach Auskunft von Hessen Mobil wird die Sanierung der B255 frühestens 2018 fortgesetzt.

Nachdem die Arbeiten in der Gießener Straße Ende 2015 abgeschlossen waren, sollen noch die Marktstraße und die Teichstraße saniert werden. Während der Bauarbeiten im ersten Bauabschnitt wurden im Straßenuntergrund Versorgungsleitungen gefunden, die nicht in ­Bestandsplänen eingezeichnet waren.

Diese mussten untersucht, teilweise verlegt und gesichert werden und erschwerten zudem die weiteren Arbeiten, was zusätzliche Bauzeit in Anspruch nahm und den Bauablauf verzögerte. Deshalb konnte das ursprünglich für Ende Oktober anvisierte Bauende nicht eingehalten werden.

Hessen Mobil entspricht der Bitte der Stadt Gladenbach

Diese Verzögerung sorgte für erheblichen Unmut bei den Gladenbacher Geschäftsleuten. Schon während der Freigabe der Straße im Dezember vergangenen Jahres hatte Gewerbevereins-Vorsitzender Axel Baum die Umsatzrückgänge der Geschäftsleute beklagt und sogar von Geschäftsaufgaben gesprochen.

Beide Aussagen wiederholte er während der Jahreshauptversammlung und sprach davon, dass drei Geschäfte geschlossen worden seien und bezifferte die Umsatzrückgänge auf 20 bis 40 Prozent. Nicht nur die Baustelle an der B255 seien ursächlich gewesen, sondern auch die zeitgleich erfolgte Sanierung der Durchgangsstraße von Weidenhausen bei der Petersburg.

Das sei der Grund gewesen, warum der Gewerbeverein beim anstehenden Bautermin der Teichstraße und der Marktstraße interveniert ­habe, sagte Baum. Die Stadt Gladenbach hat deshalb Hessen Mobil gebeten, die Sanierung der B255 nicht in diesem Jahr zu beginnen, sondern den Baubeginn um zwei Jahre zu verschieben.

Weniger Besucher beim Brunnenmarkt

Der Erfolg - das Schieben der Baustelle - wurde von den Teilnehmern der Jahreshauptversammlung mit Beifall honoriert. Die Baustellen haben nach Auffassung des Gewerbevereins auch dazu geführt, dass zum Beispiel beim Kürbismarkt nicht der gewohnte Besucherandrang herrschte.

„Auch beim Brunnenmarkt waren weniger Leute da“, resümierte Baum. Einen weiteren Knick in der Besucherstatistik erlebte der Gewerbeverein bei der Aktion „Einkauf bei Kerzenschein“ sowie bei der Stiefelaktion. 2014 füllte der Gewerbeverein noch 450 Stiefel, 2015 waren es nur noch etwa 400.

Als nächste große Aktion hat der Gewerbeverein den Blumenmarkt geplant. Er findet am 19. März statt. Baum hofft, dass an diesem Tag bereits die 7500 Blumenzwiebeln, die die Mitarbeiter des Bauhofs an unterschiedlichen Stellen in der Erde vergraben haben, blühen werden.

Gewerbeverein denkt über Pfand-Taschen nach

Man habe den Bauhof um „Amtshilfe“ gebeten, weil die Gewerbevereinsmitglieder nicht über die notwendigen Werkzeuge verfügt haben, um in dem festen Boden die Blumenzwiebeln einzugraben. Baum hatte sich an Bürgermeister Peter Kremer gewandt, der unbürokratisch Hilfe leistete.

Während des Blumenmarktes werden auch drei junge Frauen in Hasenkostümen durch die Innenstadt laufen und von 10 bis 14 Uhr gefärbte Eier an die Besucher verteilen. Die Kostüme befanden sich noch in dem Fundus des Gewerbevereins, mussten aber an die Trägerinnen angepasst werden.

In den nächsten Wochen wird sich der Gewerbeverein damit befassen, wie die EU-Richtlinie zur Reduzierung von Plastikmüll eingehalten werden kann. Eine Idee ist es, Jutetaschen zu ordern, die in den Mitgliedsbetrieben gegen Pfand abgegeben werden. Ziel sei es, hübsche Tragetaschen anzubieten, die der Kunde behält und für weitere Einkäufe nutzt.

von Silke Pfeifer-Sternke

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr