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Straßenbauprojekt gewinnt an Fahrt

Gemeindevertretung Straßenbauprojekt gewinnt an Fahrt

Das Bad Endbacher Parlament ebnete den Weg, damit die Anlieger in Hartenrod vom Schwerverkehr entlastet werden. Durch die Änderung der Bauleitplanung wird nun Baurecht geschaffen.

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Die neu geplante Erschließungsstraße vom und zum Diabas-Steinbruch in Hartenrod führt den Schwerlastverkehr entlang der Bahntrasse über den Kreisel auf die Landesstraße 3050. Foto: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Mehr als zwei Jahrzehnte reicht die Forderung nach einer Umleitung des Schwerverkehrs zum Diabas-Steinbruch in Hartenrod zurück. Nun kommt endlich Schwung in das Vorhaben, mit dem Bau einer Straße die Lärmbelästigung in der Ebeltstraße zu beenden. Eigentlich sollte die Straße bereits 2012 Entlastung bringen.

Doch die Planungen gestalteten sich schwieriger als angenommen. Nachdem die Umgehung bei der Stadtumbauplanung mit hoher Priorität eingestuft worden war, stellte sich aber 2013 heraus, dass eine Alternative für das Projekt gesucht werden muss.

Ursprünglich sollte die neue Straße auf der stillgelegten Bahntrasse entlang führen. Doch die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG scheiterten - eineinhalb Jahre nachdem der Gemeinde ein unterschriftsreifer Vertrag vorlag. Während der zähen Verhandlungen mit der Eigentümerin der Trasse wurde bereits eine alternative Lösung erarbeitet. Die neu geplanten Erschließungsstraße verläuft nun entlang der Bahntrasse nicht auf ihr. Anfang vergangenen Jahres ging der Bauamtsleiter Thomas Reuter noch davon aus, dass die Gemeinde im Spätherbst 2013 das Baurecht erhält. Denn, zunächst mussten noch naturschutzrechtliche Genehmigungen abgewartet werden. Das Straßenbauprojekt wird vom „Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit“ umgesetzt.

Geplant ist, die Straße zwischen dem vorhandenen Kreisverkehr auf der Landesstraße 3050 westlich der Ortslage von Bad Endbach und der Zufahrt zum Lidl-Markt bis zum Gelände des Diabas-Steinbruchs der Firma Hinterlang zu bauen. Derzeit erfolgt die Zu- und Abfahrt der Lastwagen des Steinbruchs über Hartenrods Straßen, die allerdings für den Schwerlastverkehr ungeeignet sind. In den Wohnstraßen kommt es zu Engstellen.

Oftmals weicht der Schwerverkehr auf die Gehwege aus. Die 2010 vorgenommene Teillösung als provisorische Anbindung entlastet zwar die Ebeltstraße, führt aber dazu, dass die Lastwagen durch das Gewerbegebiet in der Nähe des Bahnhofs fahren. Dort ergibt sich eine erhöhte Unfallgefahr, weil die Straße auch zur Anlieferung der Gewerbebetriebe genutzt wird. Auch ist die Einmündung in die HauptstraßeL 3050 zu spitzwinklig. Der Schwerverkehr muss beim Ein- oder Abbiegen in den Gegenverkehr ausweichen.

Einstimmig votierten Bad Endbachs Gemeindevertreter am Montagabend für den Aufstellungs- und Offenlegungsbeschluss, der eine Anbindung der Ausfahrt für den Steinbruch in Hartenrod beinhaltet. Die 10. Änderung des Flächennutzungsplans ist beschlossen und liegt einen Monat öffentlich aus.

Mit dem Bau der Straße werden Veränderungen spürbar. Die Anlieger der Ebeltstraße und der Hartenroder Straße werden durch die geplante Trassenführung vom Schwerverkehr entlastet, auch die Lärmbelästigung wird sich nach Angaben der Planer deutlich reduzieren.

von Silke Pfeifer-Sternke

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