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Stolze Besitzer präsentieren Raritäten

Landmaschinen- und Traktoren-Treffen Stolze Besitzer präsentieren Raritäten

60 Traktoren und landwirtschaftliche Geräte - meist älteren Baujahrs - wurden auf dem Reitplatz des Reit- und Fahrvereins Bad Endbach präsentiert.

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Der Günteroder Klaus Müller führte seine 1930 von seinem Großvater gekaufte fahrende Bandsäge vor. Das Gefährt war eines von vielen Traktoren meist älteren Baujahrs, die auf dem Reitplatz des Reit- und Fahrvereins Bad Endbach in Günterod präsentiert wurden.Fotos: Klaus Peter

Günterod . Zahlreiche Besucher interessierten sich für die Traktoren meist älteren Baujahrs und deren Technik. Die Schlepperfreunde Günterod, die seit einigen Monaten als Abteilung dem Verschönerungs- und Heimatverein Günterod angegliedert sind, richteten das dritte Landmaschinen- und Traktorentreffen aus.

Außer den Schlepperfreunden aus Günterod stellten auch die Traktorfreunde aus Lohra und Steinperf ebenso wie Besitzer älterer Traktoren aus dem heimischen Raum aus. Die Schlepperfreunde Lohra reisten durch den Wiesengrund, der von Bad Endbach nach Günterod führt, an und sorgten dabei mit dem Traktorenkorso für Aufsehen.

In einem Spaßwettbewerb stellten die Traktorenlenker auch ihre Geschicklichkeit im Umgang mit ihren Traktoren unter Beweis. Auf einem abgesteckten Parcours wurde ihr Geschick im Rückwärtsfahren eines Gespanns mit Anhänger getestet. Zielgenauigkeit war gefragt, um bei diesem Wettbewerb auf Zeit drei Luftballons zu treffen. Dazu gehörte des Weiteren das Einschlagen eines Nagels auf dem Holzplatz.

Organisiert hatte das Treffen Frank Hartmetz, der sich trotz unbeständiger Witterung sehr zufrieden über den Verlauf äußerte.

Eine besondere Rarität und vermutlich das älteste Fahrzeug dieses Treffens bot der Günteroder Klaus Müller mit seiner selbst fahrenden Bandsäge aus dem Jahre 1930. Diese Bandsäge, so berichtete Müller, habe sein Großvater Otto Müller 1930 gekauft. Sein Vater Heinrich Müller bereiste mit diesem Fahrzeug auch die umliegenden Ortschaften bis nach Herborn und Breitscheid, um als Lohnunternehmer seinen Kunden vor Ort ihr Brennholz passend zurecht zu schneiden. Heute wird die Bandsäge nur noch für den eigenen Bedarf genutzt.

Der Günteroder Hansgeorg Müller präsentierte einen Unimog Typ 210 aus dem Jahr 1954. Das 25 PS starke Fahrzeuge hatte sein Vater Hans Müller 1973 gebraucht angekauft. Heute wird der Unimog noch im Winter zum Schneeschieben genutzt.

Walter Paul aus Mornshausen/S. von den Traktorfreunden Lohra zeigte einen Lanz-Schlepper 16 PS stark, der 1955 gebaut wurde. Vor acht Jahren habe er diesen Oldtimer endlich erwerben können, berichtete Paul, an dem er bereits seit zehn Jahren bei seinem damaligen Besitzer Interesse bekundet hatte. Dieser restaurierte Lanz-Traktor wird heute zum Spazierenfahren oder auch ab und zu einmal zum Holztransport genutzt.Ebenfalls einen Lanz-Bulldog aus dem Jahre 1956 mit 16 PS zeigte der 87-jährige Oswald Laresch aus Frohnhausen. „Den Schlepper habe ich vor etwa 20 Jahren gekauft, er wurde dann in der Landwirtschaft eingesetzt. Heute fahre ich lediglich noch bei schönem Wetter spazieren mit diesem Schlepper.“

Jens Kaut aus Siegbach-Wallenfels präsentierte einen Holder, Baujahr 1953, mit 9,8 Pferdestärken. „Diesen Holder habe ich vor etwa 20 Jahren gekauft, wobei er heute nur noch sporadisch zwei- bis dreimal im Jahr genutzt wird.“

Das Treffen bot Gelegenheit zum Fachsimpeln und zum Austausch von Erinnerungen. Die Günteroder Landfrauen versorgten die Besucher mit Kuchen und der Reitverein- und Fahrverein hielt Deftiges bereits, während der Verschönerungs- und Heimatverein Getränke anbot.

von Klaus Peter

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