Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Stiftungsrat belohnt vorbildliche Dorfgemeinschaft

Leinweber-Preis Stiftungsrat belohnt vorbildliche Dorfgemeinschaft

Erstmals wird ein ganzes Dorf mit dem Leinweber-Preis der Stadt Gladenbach ausgezeichnet. Den Preis in Empfang nehmen werden die Bürger Frohnhausens diesen Donnerstag.

Voriger Artikel
„Vorglühen“ für den September
Nächster Artikel
Verwirrende Aussagen 
um benebelnde Stoffe

Die im Jahr 2011 fertiggestellte Kulturscheune kann als ein gelungenes Beispiel der intakten Dorfgemeinschaft Frohnhausens ­verbucht werden, meint auch der Stiftungsrat des Leinweber-Preises.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Nach dem Aussetzen der Preisverleihung im vergangenen Jahr hat der Stiftungsrat in diesem Jahr die Dorfgemeinschaft Frohnhausens als Preisträger des Leinweber-Preises auserkoren. Somit erhält zum ersten Mal ein gesamtes Dorf den höchsten kulturellen Preis der Stadt Gladenbach.

„Das war ein einstimmiger Beschluss des Stiftungsvorstandes“, erläutert Vorstandsmitglied Christoph Wagner, der auf der heutigen Veranstaltung die Laudatio halten wird. Frohnhausens Ortsvorsteher Reinhold Koch betonte bereits nach der Verlesung der Verleihungs-Begründung, dass dies eine herausragende Anerkennung für den Gladenbacher Stadtteil sei.

Als Beispiel für die funktionierende Dorfgemeinschaft Frohnhausens benennt der Stiftungsrat beispielsweise die Ende 2011 fertiggestellte Kulturscheune. Den größten Anteil der Kosten für das Gebäude stemmte der Förderverein der Kulturscheune eigenständig, dazu kamen rund 12.000 Arbeitsstunden.

Preisempfänger gestalten Programm des Ehrungsabends

Ausgedrückt werde der vorbildliche Zusammenhalt des Stadtteils außerdem durch die hohe Vereinsdichte, bezogen auf die Einwohnerzahl. Insgesamt dreizehn Vereine machten das Leben im ländlichen Stadtteil durch Ideen, Aktionen und Veranstaltungen lebenswert. Kulturelle Traditionen würden in Frohnhausen gelebt, neue Mitbürger fänden sich schnell ein.

Ebenso eine Tradition ist es, dass die Preisempfänger den Abend der Verleihung im Haus des Gastes selbstständig gestalten. In Hinblick auf die gelobte Vereinsdichte kein Problem: Auftreten werden ab 19 Uhr die Damengymnastikgruppe, die Kinder des Sportvereins Wacker Frohnhausen sowie ein eigens für diese Veranstaltung zusammengestellter Chor.

Neben Laudator Wagner, Ortsvorsteher Koch und Bürgermeister Peter Kremer werden auch Heimatdichterin Katharina Wege sowie die beiden Frohnhäuser Einwohner Silke Barth und Klaus Dietze zu Wort kommen. Erstgenannte, selbst Leinweber-Preisträgerin, trägt eigene Gedichte vor, die beiden Letztgenannten präsentieren ihren Heimatort.

von Joshua Müller

 
Hintergrund: Leinweber-Preis

Im Jahr 1981 rief der Gladenbacher Dr. Berthold Leinweber seine Stiftung ins Leben. Selbst als Autor und Künstler tätig, wollte er ehrenamtliche und kulturelle Verdienste Gladenbacher Bürger, egal ob als Einzelperson oder im Verein, angemessen würdigen. Der anfänglich jährlich an Leinwebers Geburtstag verliehene Preis ist heute die höchste Auszeichnung für kulturelle Aktivitäten in der Stadt Gladenbach.

Bei der Preisverleihung erhalten die Geehrten neben einer Urkunde einen Geldbetrag aus den Zinsen der Stiftung. Um das Preisgeld aufrecht erhalten zu können, wurde der Preis für das Jahr 2014 auf Wunsch der Angehörigen ausgesetzt und dauerhaft ein zweijähriger Rhythmus eingeführt.

 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr