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Steuerplus bessert Haushalt 2016 auf

Gemeindevertretung Lohra Steuerplus bessert Haushalt 2016 auf

Besser, aber noch lange nicht gut genug. So lässt sich die finanzielle Situation der Gemeinde Lohra zusammenfassen, die Bürgermeister Georg Gaul den Gemeindevertretern darstellte, als er am Donnerstagabend den 2. Nachtrag zum Doppelhaushalt 2015/2016 vorstellte.

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Quelle: Q.pictures / pixelio.de

Rollshausen. Notwendig wird der Nachtrag, weil es gegenüber der Planung einige Veränderungen im Etat für 2016 gab, die Anpassungen bei 130 Haushaltsstellen nach sich zogen. Als größte Veränderung ist eine Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen um 973.000 Euro zu verzeichnen. Die Steigerung auf Einnahmen von nun 2 Millionen Euro kommen durch Nachzahlungen zustande.

Unterm Strich steht eine Verbesserung im Ergebnishaushalt um rund 185.000 Euro auf einen Überschuss von rund 602.000 Euro, wodurch die kumulierten Defizite der Vorjahre von rund 2,8 Millionen Euro etwas ­gesenkt werden können. Der Finanzhaushalt, das ist die Tätigkeit der Verwaltung, schließt weiterhin mit einem Fehlbetrag, der aber nur noch rund 73.000 Euro beträgt, was einer Verbesserung um rund 324.000 Euro gleichkommt.

Geld für Samierung in Kirbach bewilligt

Für den Schuldenstand bedeuten diese Verbesserungen, dass es statt der ursprünglich zum Jahresende angenommenen 9 Millionen nur noch 8,35 Millionen Euro sein werden. Diese setzen sich aus 3,5 Millionen an Kassenkrediten und 4,85 Millionen Euro an Darlehn zusammen. Darin enthalten sind auch die 1,56 Millionen Euro für das Feuerwehrgerätehaus.

Reibungslos behandelte die Lohraer Gemeindevertretung während ihrer Sitzung einen Beschluss zur Verwendung des Geldes, welches vom Land für das „Kommunale Investitionsprogramm“ zur Verfügung gestellt wird. Einstimmig und ohne Diskussion gaben die ­Gemeindevertreter ihr Einverständnis, den Lohra zustehenden Anteil in Höhe von 172.164 Euro für die Sanierung der Kirbach-Verrohrung zu verwenden.

Der Gemeindevorstand hatte­ die Sanierung schon zum 30. ­Juni angemeldet, um die Fristen zu wahren, hatte sich aber zusichern lassen, dass ein Tausch gegen ein anderes förderfähiges Projekt möglich ist. In Frage ­kamen die Sanierung der Kanalisation in Reimershausen, eine­ Förderung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Lohra oder desjenigen in Kirchvers. Diese­ Möglichkeiten wurden überprüft aber verworfen, zum Beispiel auch, weil es dafür Förderungen aus anderen Programmen des Landes geben kann.

von Gianfranco Fain

 
 
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