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Stehende Ovationen zum Finale

Konzert Stehende Ovationen zum Finale

Zu seinem 140-jährigen Bestehen veranstaltete der Gesangverein "Concordia" Buchenau mit 14 Gastchören vor Hunderten Zuschauern im Atrium der Roth-Werke ein großes Chorkonzert.

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Beeindruckende Kulisse im Atrium. Im Bild bereitet sich die Buchenauer Concordia auf den Auftritt vor. Ein „Buchenauer Mädchen“Loni Wagner (Mitte, Foto links) singt in Fehl-Ritzhausen. Auch der MGV Caldern begeisterte (unten). Fotos: Bernshausen

Quelle: Benedikt Bernshausen

Buchenau. Die Kulisse ist beeindruckend: Rotes Scheinwerferlicht setzt die Säulen in Szene, über drei Ebenen verteilt sitzt das Publikum im Atrium. Am Freitag sind 400 Gäste in Buchenau, beinahe die Hälfte sind aktive Sängerinnen und Sänger. Befreundete Chöre aus dem Nordkreis, dem Hinterland sogar aus Fehl-Ritzhausen im Westerwald, wo mit Loni Wagner ein „echtes Buchenauer Mädchen“ singt, bringt dem Jubiläumschor ein Ständchen.

Ein besonderes Ausrufezeichen setzt der Junge Chor Oberasphe, der fetzig und ebenso stimmgewaltig Grönemeyers „Mambo“ singt und auch für den Titel „We will rock you“ von Queen, bei dem die Oberaspher samt Chorleiter Uwe Gericks vollen Körpereinsatz zeigen, frenetischen Beifall erntet.

Besonders ist auch der Auftritt des Frauen- und Mädchenchores Eckelshausen: Deren Chorleiter Peter Ferdinand Schönborn mimt zunächst den von seinem Chor verlassenen Dirigenten, dem die Frauen dann aber doch allmählich, dabei das indianische „Evening Rise“ singend, „zulaufen“.

Natürlich finden sich im Programm auch die klassischen Chorstücke wieder: ob die „Träume im Wind“, von denen der Chor „Liederkranz“ Wolfgruben/Wilhelmshütte erzählt oder die zauberhaften „Melodien zum Verlieben“, in denen der Männergesangverein Caldern feststellt: „Wenn du kein Mädel hast, dann bleibt nur eine Stadt...Berlin!“

Einen Akzent setzt außerdem der Männerchor Oberasphe mit seiner spontanen herzerfrischenden Interpretation des „Maßkrugs“.

Eröffnet hatte den musikalischen Reigen jeweils die Concordia selbst, die Moderation der Abende übernahm Sänger Alexander Muth. Und er ist es auch, der zusammen mit Julia Schmidt, für dieses Jubiläumskonzert bereits im Sommer des vergangenen Jahres einen Projektchor ins Leben gerufen hatte, den etwa 40 Frauen, Männer und Kinder aus Buchenau mit ihren Stimmen unterstützen.

Obwohl die wenigstens über Chorerfahrung verfügten, hatte Chorleiter Klaus Horvat in kürzester Zeit ein wohlklingendes Vokalensemble aufgebaut, das mit Peter Maffays „Ich wollte nie erwachsen sein“, Coras „Traum von Amsterdam“ und BillyJoels Tophit „For the longest time“ das heimische Publikum begeistert – allen voran die sichtlich stolze Concordia-Vorsitzende Christel Happel, die ihre Begeisterung in Worte fasste: „Einfach unheimlich gut!“

Den großartigen Schlusspunkt setzen die Buchenauer: Zusammen mit dem Bläserchor der Kirchengemeinde, dem gemischten Chor der landeskirchlichen Gemeinschaft und E-Pianist Hans-Hermann Becker schmettern der Jubiläumschor aus 50 Kehlen mit Bariton-Solist Jonas Seibel die Hymne auf die heilige Stadt „Jerusalem“. Mit stehenden Ovationen belohnt das Publikum die Akteure. Und so stellt auch Christel Happel am Ende des zweiten Tages mehr als zufrieden fest: „Wir hatten sehr schöne Konzertabende. Alles hat gepasst!“

von Benedikt Bernshausen

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