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Von Anfang an dabei: Jürgen Jacob

Jugendgottesdienste Von Anfang an dabei: Jürgen Jacob

„Wir haben Grund zum Feiern“, lautet das Motto des Jugendgottesdienstes der evangelischen Jugend im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach an diesem Sonntag um 18 Uhr in der Kirche in Oberhörlen.

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Jürgen Jacob war mit dabei, als der Jugendgottesdienst aus der Taufe gehoben wurde. Er freut sich auf den Jubiläums-JuGo am Sonntag in Oberhörlen.

Quelle: Sascha Valentin

Oberhörlen. Das Motto­ ist Programm: Am Sonntagabend feiert der
 Jugendgottesdienst (JuGo) sein 25-jähriges Bestehen. Jürgen Jacob ist der Einzige, der von dem ursprünglichen Team, das den JuGo vor einem Vierteljahrhundert aus der Taufe gehoben hat, heute noch aktiv ist.

Initiator war der damalige Dekanatsjugendreferent Rainer Brunck, der die Idee hatte, die Jugendlichen im Dekanat Gladenbach bei einer gemeinsamen Veranstaltung zusammenzubringen. Da die traditionellen Gottesdienste für Jugendliche nicht immer sonderlich ansprechend sind, schlug er vor, einen Gottesdienst speziell für die junge Generation zu organisieren. Dieser sollte auch nicht am Vormittag stattfinden, sondern am Sonntagabend – dann, wenn man sowieso Zeit hat und meist keine anderen Veranstaltungen anstehen.

Jacob: Jeder Gottesdienst ist anders

Dieser Gedanke ist bis heute ebenso erhalten geblieben, wie der Ablauf eines Jugendgottesdienstes, der stets unter einem bestimmten Motto steht, eine Aktion sowie ein Anspiel bietet und den Besuchern auch Raum für Gebete und gemeinsame Lieder lässt.

Dennoch sei jeder der mittlerweile 186 Gottesdienste anders, sagt Jacob. Das liege vor allem auch daran, dass das JuGo-Team nur „Ergänzer“ sei. „Die Jugendlichen sollen machen, worauf sie Bock haben“, betont Jacob. Im Grunde sei es ihre Veranstaltung. Dabei waren die
JuGo in der Vergangenheit durchaus Trendsetter, wie sich Jacob erinnert. Schon vor 15 Jahren sahen sie einen Smart­phone-Hype voraus und bereits in den 1990er-Jahren wurden Ausländerfeindlichkeit und Heimatliebe thematisiert. In den zurückliegenden 25 Jahren habe es immer wieder auch besondere JuGo gegeben – etwa vor zwei Jahren anlässlich des Zusammenschlusses der beiden Dekanate Biedenkopf und Gladenbach in einem Zug zwischen Friedensdorf und Wallau oder 1996 sogar beim „Christival“ in Dresden.

„Ich will, dass ihr die Menschen froh macht“

In den Anfangsjahren sei es durchaus vorgekommen, dass ein Jugendgottesdienst ausfallen musste, weil keine Besucher da waren, erinnert sich Jacob. Heute werden die monatlichen Veranstaltungen hingegen durchschnittlich von 80 bis 120 Kindern und Jugendlichen besucht. Das ist es auch, was ihm nach wie vor Spaß daran bereitet, die Jugendgottesdienste mit zu organisieren, sagt Jacob: „Wir wollen den Jugendlichen einen anderen Blick auf Gott ermöglichen.“ Dabei sei es auch toll zu erleben, wie sich die Menschen entwickeln.

Teilweise besuchen heute die Kinder derer, die damals selbst dorthin gegangen sind, die JuGo, erzählt Jacob. Er selbst handelt dabei nach dem Leitspruch der heiligen Elisabeth: „Ich will, dass ihr die Menschen froh macht!“ Das sei ein Stück weit auch die Devise des JuGo-Teams. Bei dem Gottesdienst am Sonntag wird auch Rainer Brunck anwesend sein. Allerdings werde es deswegen keine Rückschau geben, sagt Jürgen Jacob.

Nach dem JuGo könne man sicherlich in Erinnerungen schwelgen, aber der Gottesdienst selbst gehört den Jugendlichen in Oberhörlen. Daran soll sich auch beim Jubiläum nichts ändern.

von Sascha Valentin

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