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Steinperfer wünschen weniger Tempo

Ortsbeirat Steinperfer wünschen weniger Tempo

Wie schnell fahren die Autos und Lastwagen zwischen Steinperf und Ober­eisenhausen? Das wird nun per Geschwindigkeitsmesstafel festgestellt. Diese hat die Gemeinde auf Wunsch des Ortsbeirats Steinperf aufgebaut.

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Ortsvorsteher Jens Becker zeigt auf die Geschwindigkeitsmesstafel, die seit Kurzem zwischen Steinperf und Obereisenhausen an der Einmündung der Hinter
landstraße hängt. Das weiße Auto fährt vorschriftsmäßig.

Quelle: Sascha Valentin

Steinperf. An der Abzweigung der Hinterlandstraße zwischen den Steffenberger Ortsteilen Steinperf und Obereisenhausen ist seit Kurzem eine elektronische Anzeigetafel an einem Laternenmast angebracht. So wird in den nächsten Wochen dort das Tempo der vorbeifahrenden Fahrzeuge protokolliert.

Die Ergebnisse könnten dann als Grundlage für weitere Forderungen des Ortsbeirats und der Anwohner dienen, die für den Straßenabschnitt gerne wieder eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingerichtet sähen.

Bis Ende vergangenen Jahres war das noch der Fall, erklärt Ortsvorsteher Jens Becker. Seitdem die Straße Ende der 1980er-Jahre ausgebaut wurde, stand vor der Einmündung ein Schild, das die zulässige Geschwindigkeit auf 80 Kilometer pro Stunden reduzierte.

„Das geschah damals, weil man in der Einmündung einen möglichen Gefahrenschwerpunkt gesehen hat und durch die Reduzierung der Geschwindigkeit für mehr Sicherheit ­gesorgt werden sollte“, erinnert sich Becker. Dass das Schild nun aufgrund einer Anordnung der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises komplett entfernt wurde, ist für ihn nicht nachvollziehbar. Die Situation sei immer noch dieselbe wie vor 30 Jahren.

Auch Thema Querungshilfe beschäftigt Ortsbeirat

Wenig Verständnis hat der Ortsbeirat deswegen auch für den Umstand, dass nur 100 Meter hinter der Einmündung in Fahrtrichtung Obereisenhausen das 80er-Schild weiterhin bestehen bleibt – obwohl dort keine Gefahr durch möglichen einmündenden Verkehr besteht.

Dass es auch anders geht, zeige das Beispiel der Eisenhäuser Straße zwischen Nieder- und Obereisenhausen, sagt Becker. Weil dort regelmäßig zu schnell gefahren wurde, ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit zwischen den beiden Ortsteilen im vergangenen Jahr auf Tempo 60 beschränkt worden.

„Warum geht das nicht in unserem Fall“, fragt sich der Ortsbeirat. Er hat sogar noch eine ganz andere Lösung. „Wir haben hier mehrere Familien, die in diesem Bereich wohnen“, betont Becker. „Das sind auch alles Steinperfer. Also müsste das Ortseingangsschild doch hinter die Einmündung der Hinterlandstraße verschoben werden, argumentieren er und seine beiden Kollegen Frank Feist und Wolfgang Kohl. Sie hoffen­ nun darauf, dass die Daten der Langzeitgeschwindigkeitsmessung ihrer Forderung noch mehr Nachdruck verleihen und wollen diese in einer der nächsten Ortsbeiratssitzungen vorstellen.

Becker sieht Gefahr für Schüler und Senioren

Dabei sei die Situation an der Einmündung der Hinterland­straße nicht das einzige Verkehrsproblem, das den Ortsbeirat derzeit beschäftigt. Ebenso­ pocht er schon seit Längerem auf eine Querungshilfe für Fußgänger auf der Ortsdurchfahrt in Höhe der beiden Bushaltestellen. Dieser Bereich werde nicht nur von Kindern genutzt, sondern auch von vielen älteren und gehbehinderten Menschen, die dort die Straßenseite wechselten, um etwa beim Bäcker oder Metzger einzukaufen oder zum Friedhof zu gehen. Aufgrund der teilweise nur schwer einzusehenden Straßenführung in diesem Bereich bestehe gerade für junge und ­
ältere Menschen ein erhöhtes Sicherheitsrisiko beim Überqueren der Straße, ist sich der Ortsbeirat einig.

Und auch der Verbindungsweg nach Holzhausen stellt ein weiteres Problem dar, betont Becker. Dort gelte eigentlich ­eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 40 Stundenkilometer. Daran hielten sich aber die wenigsten. Zudem ­
habe in den vergangenen Jahren der Verkehr auf dieser Strecke deutlich zugenommen – auch der Schwerverkehr. Auch dort sieht der Ortsbeirat Handlungsbedarf, „denn es gibt in diesem Bereich sowohl Kinder, die auf der Straße spielen, wie auch ältere Bürger, die sich im Straßenverkehr nicht mehr so gut orientieren können“, sagt Becker.

von Sascha Valentin

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