Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° Regen

Navigation:
„Endlich ein eigenes Vereinsheim“

Natur- und Vogelschutzverein „Endlich ein eigenes Vereinsheim“

Der Vogelschutzverein Obereisenhausen hat doppelt Grund zum Feiern: Der Club besteht seit 40 Jahren und das neu hergerichtete Vereinsheim in der ehemaligen Feuerwehrgarage wurde ein­geweiht.

Voriger Artikel
Solidarität oder Anspruchsdenken
Nächster Artikel
Der Goldene Hahn thront wieder

Erstmals in seiner 40-jährigen Geschichte haben die Natur- und Vogelschützer aus Obereisenhausen ein festes Domizil. Rund 300 ­Arbeitsstunden haben die Mitglieder darin investiert.

Quelle: Sascha Valentin

Obereisenhausen. Rund 300 Arbeitsstunden haben die Helfer in Sanierung und Umbau der Garage investiert, sagte Vorsitzender Matthias Becker.

Während der feierlichen Einweihung des neuen Heims würdigte der Clubchef vor allem den unermüdlichen Einsatz von Timo Schulz, Volker Becker, Horst Müller und Rüdiger Hei-
se. Ihnen sei es zu verdanken, dass der Vogelschutzverein nach 40 Jahren nun „endlich ein eigenes Vereinsheim“ habe, sagte Becker.

Neben der aktuellen Entwicklung beleuchtete Becker schlaglichtartig die Geschichte des Vereins, der 1977 von Heinz Becker und Gernot Pfeiffer aus der Taufe gehoben wurde. Sie ließen sich damals von den Nachbarn aus Holzhausen inspirieren, die bereits Mitte der 1960er-Jahre­ einen Vogelschutzverein gegründet hatten.

400 Nistmöglichkeiten und sieben Winterfutterstellen

Matthias Becker erinnerte daran, dass der Vogelschutz nicht die einzige Aufgabe des Vereins sei. Sein eigentlicher Name lautet nämlich „Verein zur Förderung des Natur- und Vogelschutzes“. Zwar kümmerten sich die Mitglieder um rund 400 Nistmöglichkeiten in der Gemarkung Obereisenhausen und Steinperf, doch unterhielten sie auch sieben Winterfutterstellen für andere Tiere.

Zudem hätten sie in den 1990er-
Jahren in Eigenleistung im alten Bergstollen „Brachehell“ und im alten Wasserhochbehälter Fledermausquartiere eingerichtet und auf dem ehemaligen BMX-Gelände ein Vogelschutzbiotop angelegt, wie Becker berichtete. Für dieses Gelände gebe es auch neue Pläne, sagte der Vorsitzende. Nach dem Tod Erich Sängers vor wenigen Wochen, der darin involviert war, seien diese aber erst einmal ins Stocken geraten.

Was der Verein in den 40 Jahren seines Bestehens alles geleistet habe und noch immer leiste, würdige ihm Respekt ab, stellte Kreisbeigeordneter Roland Petri in Vertretung für Landrätin Kirsten Fründt (beide SPD) fest. Der Einsatz zum Schutz der Natur sei ein unerlässlicher Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Ortsvorsteher betont Bedeutung der Vereine für Dörfer

Dem schloss sich Bürgermeister Gernot Wege (parteilos) an. Er lobte den gelebten Naturschutz und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass es dem Verein gelingen möge, den Nachwuchs für seine Arbeit zu begeistern. Mit den Angeboten für die Ferienspiele sei er auf ­einem guten Weg.

Ortsvorsteher Thomas Kreuzer ging schließlich auf die allgemeine Situation ein. Heutzutage sei es nicht einfach, ­einen Verein am Leben zu erhalten, betonte er. Für die Dörfer sei es extrem wichtig, dass die Vereine weiterbestünden, sonst leide das kulturelle Leben.

Schließlich zeichnete Matthias Becker drei Mitglieder für langjährige Treue zum Vogelschutzverein aus: die beiden Gründungsmitglieder Paul-Heinz ­Petri und Herbert Süßner sowie Rüdiger Theiß, der für 15 Jahre Treue ausgezeichnet wurde. Der Festakt wurde von Auftritten des Steinperfer Jubiläumschores sowie den Jazztanzgruppen des SSV Steinperf umrahmt.

von Sascha Valentin

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr