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Metal-Fans bauen Vereinsheim wieder auf

„Headbanger from Gallows Hill“ Metal-Fans bauen Vereinsheim wieder auf

Die haben damit begonnen, ihr Vereinsheim wieder aufzubauen. Dieses war Anfang ­Dezember vergangenen Jahres abgebrannt.

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Wüst sieht es noch auf dem Gelände rund um das abgebrannte Vereinsheim aus. Aber die Headbanger wollen die Hütte in den nächsten Monaten und Jahren wieder aufbauen.

Quelle: Sascha Valentin

Oberhörlen. „Alles, was an dem Haus an Holz war, muss ausgetauscht werden“, berichtet Dennis Weigel, Chef des Metal-Vereins. Der hatte das ehemalige Clubheim des Tennisvereins mitsamt des dazugehörigen Grundstücks im März vergangenen Jahres übernommen und seitdem über 100 Arbeitsstunden in die Sanierung der Hütte gesteckt, um diese für die „Headbanger from Gallows Hill“ nutzbar zu machen.

Im Sommer vorigen Jahres weihten die Metal-Freunde ihr neues Domizil dann mit einer großen Party ein. Die Freude über das neue Zuhause währte allerdings nur knappe fünf Monate, bevor die Hütte dann in den Morgenstunden des 7. ­Dezember 2016 abbrannte.

Den Mut haben die Headbanger deswegen aber nicht verloren – was sicherlich auch an dem Rückhalt aus der Dorfbevölkerung lag. Schon beim Weihnachtsmarkt wurden mehr als 400 Euro an Spenden gesammelt, die als Grundstock zum Wiederaufbau des Vereinsheims dienen sollen. Das Dach, welches komplett zerstört war, haben die Headbanger bereits abgetragen. Die Holzwände sollen in den nächsten Monaten folgen. Ziel sei es auf jeden Fall, bis Ende des Jahres ein neues Dach auf dem Gebäude zu haben, sagt Weigel. „Damit es im Winter dicht ist“ und sie währenddessen vielleicht weiterarbeiten können.

Nachbarin stellt Garage zur Verfügung

Denn so viel steht fest: Der Wiederaufbau wird den Verein nicht nur Geld, sondern auch jede Menge Zeit kosten. Die überwiegend jungen Männer, die sich in dem Metal-Verein zusammengeschlossen haben, sind alle berufstätig und können nur in ihrer Freizeit an dem Gebäude arbeiten. „Bis alles wieder so aufgebaut ist, wie es einmal war, wird es sicherlich zwei Jahre dauern“, schätzt Weigel. Dabei darf es aus rechtlichen Gründen keine größeren baulichen Veränderungen an dem Gebäude geben, erklärt der Vorsitzende weiter. Sofern die Hütte in ihren alten Dimensionen wieder aufgebaut und genutzt wird, gebe es keine Probleme, sei ihnen vom Bürgermeister zugesichert worden.

Weil die Metal-Freunde aber auch in der Zwischenzeit ­ihrer Leidenschaft für kreischende Stromgitarren und laute Musik­ nachgehen wollen, hatten sie zuletzt ein Zelt aufgestellt, in dem sie sich trafen und feierten. „Das hatte natürlich den Nachteil, dass wir immer alle benötigten Materialien herbringen und wieder mitnehmen mussten“, berichtet Weigel.

Nun erhielt der Verein Unterstützung von einer Nachbarin. Die stellt den Headbangern ­eine Garage auf dem ehemaligen Tennisgelände zur Verfügung. Dort haben die Metal-Freunde nun bereits ein Sommerfest gefeiert und laden auch für die kommenden Monate immer wieder zu Veranstaltungen ein. So finden dort am 12. August, 14. Oktober, 11. November und 9. Dezember jeweils „Sumpfblütenpartys“ statt. Am 30. September veranstaltet der Club wieder sein Oberhörler Metal-Meeting an der Schutzhütte auf dem Galgenberg, dem Namensgeber des Vereins.

von Sascha Valentin

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