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"Status Quo" für Ortsumgehung Buchenau erhalten

Bundesverkehrswegeplan 2015 "Status Quo" für Ortsumgehung Buchenau erhalten

Im aktuellen Bundesverkehrswegeplan ist die gewünschte Ortsumgehung Buchenaus an der B 62 auf Dautphetaler Gemeindegebiet im "vordringlichen Bedarf" enthalten. Seitdem dies so ist, hat sich nichts mehr getan, moniert der SPD-Bundestagsabgeordnete Sören Bartol. Der Sprecher der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Bundestag freut sich, dass die Gemeindevertretung dieses Thema nun aufgreift.

Buchenau. „Es ist gut, dass sich die Gemeindevertretung damit beschäftigt“, findet Sören Bartol. Der SPD-Bundestagsabgeordnete ist Sprecher der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Bundestag und hat nach eigenen Angaben dafür gesorgt, dass die Ortsumgehung von Buchenau im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft wurde.

Und nicht nur diese, sondern auch die Ortsumgehungen Goßfelden, Sterzhausen und Eckels­hausen, betont Bartol. Damit sollten die Planer die Chance haben, nicht nur Teilstücke, sondern den Verlauf der B62 insgesamt zu entwerfen.

Seit rund 10 Jahren hat sich abgesehen von Eckelshausen „nichts getan“, sagt Bartol, der die Schuld beim Land Hessen sieht. Gut sei es deshalb, dass sich die Gemeindevertretung Dautphetals damit befasse, allerdings wolle Hessen alle registrierten Projekte wieder anmelden.

Was dann passiert, könnte für die gewünschte Ortsumgehung kritischer werden. Für die Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2015 werde in einem Bewertungsverfahren die Wichtigkeit der Projekte ermittelt, erklärt Willi Kunze, regionaler Bevollmächtigter bei Hessen Mobil. Dann stehe fest, wie viele Projekte vorhanden sind und wie viel Geld dafür zur Verfügung steht. „Nachrangiges fällt dann raus“, sagt Kunze. Bartol sieht ein weiteres Problem: Der Bund werde in Zukunft wesentlich mehr in den Erhalt als in den Neubau von Straßen investieren. „Die Wahrscheinlichkeit für neue Ortsumgehungen sinkt“, folgert Bartol daraus.

Die Fraktionen der CDU und FW wollen mit ihrem Antrag, der heute Abend im Hauptausschuss beraten wird, erreichen, dass der „Status Quo“ erhalten bleibt, erklärt Dr. Horst Falk. Der CDU-Fraktionschef meint, die Ortsumgehung soll auch im Bundesverkehrswegeplan 2015 „vordringlicher Bedarf“ bleiben. Dazu soll der Gemeindevorstand bei Behörden und Ministerien unter Einbeziehung der heimischen Landes- und Bundestagsabgeordneten Anträge stellen, heißt es in der Vorlage für heute Abend.

„Wir wollen uns nicht vorwerfen lassen, geschlafen zu haben“, sagt dazu Andreas Feußner (CDU). Der Ortsvorsteher Buchenaus weiß aber auch, dass die Ortsumgehung problematisch ist und „nicht von heute auf morgen kommen wird“. Die Anwohner der B62 sehen eine Entlastung als erforderlich an und auch bei der Anbindung des Industriegebiets „Am Seerain“ „muss irgendetwas passieren“, sagt Feußner.

von Gianfranco Fain

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