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Statt Hotel entsteht neuer Spielplatz

Neugestaltetes Areal am Bürgerhaus Statt Hotel entsteht neuer Spielplatz

Trittfest soll der Rasen sein, der die Spielgeräte umgibt. Erst dann wird der Spielplatz zur Nutzung freigegeben.

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Emely Michel, Praktikantin in der Gemeindeverwaltung, testete die neue Rutsche der Kombinationsanlage des Spielplatzes.

Quelle: Gianfranco Fain

Friedensdorf. Der Name ist Programm. Keine Hektik, Entscheidungen, die in Ruhe getroffen werden, Entwicklungen, die ihre Zeit brauchen. Da kann es schon mal passieren, dass ein Spielplatz, dessen Geräte dringend erneuert werden müssen, ein paar weitere Jahre durchhalten muss.

„Wir haben die Zeit zum Ansparen genutzt“, scherzt Ortsvorsteher Rolli Messerschmidt, der wie Ortsbeiratsmitglied Heidrun Bamberger sichtlich erfreut über den neugestalteten Spielplatz am Bürgerhaus in Friedensdorf ist.

Seit Anfang August errichteten Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs im Ortszentrum die neue Kinder-Spielzone, am Mittwoch stellte Bürgermeister Bernd Schmidt sie vor. Zum Spielen freigegeben ist sie dennoch nicht. Der frisch gesähte Rasen sprießt nicht so schnell, wie gewünscht.

Das liegt eher an der Jahreszeit als an Friedensdorf, ebenso gibt es für die lange Zeitspanne, in der nichts geschah, eine Erklärung. Die Gemeinde bemüht sich seit Jahren einen Investor zu finden, der ein Hotel errichtet und betreibt. Als möglicher Standort wurde der Spielplatz angesehen, weil sich so die Nähe zum Bürgerhaus mit Schwimmbad, Tagungsräumen und Gastronomie nutzen ließe.

Diese Pläne ließen sich nicht realisieren, somit war der Zeitpunkt für die Instandsetzung des Spielplatzes gekommen. „Wenn schon, dann richtig“, sagte Bürgermeister Schmidt zur 30.000 Euro kostenden Neugestaltung des Spielplatzes, der nun mit dem Bolzplatz „eine gute Kombination“ in der Ortsmitte bildet.

Messerschmidt dankte der Gemeindeverwaltung für die schnelle Aktion. Vor einem Jahr sei die Sanierung nicht spruchreif gewesen und nun sei ein „Juwel“ entstanden, für das er nur positives Feedback erhalte. „Hochzufrieden“ äußerte sich Heidrun Bamberger, weil der neue Spielplatz „das Umfeld des Bürgerhauses hebt“. Sie lobte besonders die gelungene Trennung der Spielbereiche für kleine und ältere Kinder.

Diese erläuterte Matthias Biek von der einheimischen Firma HAGS, die die Spielgeräte für Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren lieferte. Die Spielzone für die Kleinkinder liegt vom Eingang aus gesehen rechts, bietet einen Sandkasten und eine Gruppenschaukel. Eine Laube dient im Sommer als schattige Rückzugsmöglichkeit.

Der Bereich für die Kinder ab drei Jahren liegt links des Weges. Dort stehen eine Doppel- und eine Gruppenschaukel sowie eine Multispielanlage. Diese kombiniert Geräte wie Schaukel, Wippe, Rutsche und Kletteranlagen aus Seilen und Wand sowie eine „Ballbrücke“.

An diesen Kletterelementen können die Kinder mit ihren Fähigkeiten wachsen, ihre Muskulatur im Auf und Ab sowie im seitlichen und senkrechten Überwinden der Hindernisse stärken. Gesichert ist die Umgebung des Gerätes durch Fallschutzflächen.

von Gianfranco Fain

Der Spielplatzes wird durch den Weg in eine Zone für Klein- und eine für größere Kinder geteilt. Das Konzept dazu erläuterte Matthias Biek (links) von der Firma HAGS den Mitgliedern des Ortsbeirats und Bürgermeister Bernd Schmidt (in der Mitte an der „Ballbrücke“). Fotos: Gianfranco Fain
 
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