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„Starker Impuls fürs Gemeinsame“

Evangelische Dekanatssynode „Starker Impuls fürs Gemeinsame“

Während der Dekanatssynode hat deren Leiter Andreas Friedrich auf Veränderungen in der Kirche hingewiesen und die Mitglieder zur Einigkeit aufgerufen.

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Im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach steht im Reformations-Jubiläumsjahr unter anderem der Neubau und Umzug ins neue Verwaltungsgebäude in Niedereisenhausen und der Dekanats-Kirchentag an, wie Dekan Andreas Friedrich in seinem Bericht vor der Synode ankündigte.

Quelle: Klaus Kordesch

Holzhausen. Das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ wird 2017 in den 48 Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach gefeiert. Am 29. Oktober nächsten Jahres soll ein großer Dekanats-Kirchentag in und um die Daupther Hinterlandhalle als zentrale Veranstaltung stattfinden.

Dekan Andreas Friedrich lud bei der Dekanatssynode im evangelischen Gemeindehaus Holzhausen die Vertreter der Kirchengemeinden dazu ein, an jenem Sonntag im Herbst nächsten Jahres keinen Gottesdienst zuhause zu feiern, sondern mit Bussen zur gemeinsamen Veranstaltung in die Hinterlandhalle zu kommen. „Der Dekanats-Kirchentag wird ein starker Impuls zum Reformationsjubiläum und für das Gemeinsame im Dekanat“, sagte Friedrich in seinem Bericht vor der Synode.

Das Miteinander fördern soll auch eine Gebetsaktion, die am 1. Advent dieses Jahres startet: Für „Gemeinden beten füreinander“ formuliert jede Woche eine andere Gemeinde oder Einrichtung des Dekanats eine Fürbitte, die dann verteilt und in allen Gemeinden während dieser Woche in den Andachten und Gottesdiensten aufgegriffen werden soll, erläuterte der Dekan. Die Reihenfolge wurde­ vor Ort ausgelost; sie wird auf der Webseite des Dekanats www.dekanat-big.de veröffentlicht und ebenso wie später die Gebetsanliegen an die Gemeinden geschickt.

Friedrich kontert Kritiker

Seit seinem Amtsantritt im April habe er bis auf einen alle Kirchenvorstände besucht, sagte der Dekan. „Ich bin fast immer dankbar nach Hause gefahren“, berichtete er. Immer wieder habe er gehört, mit wie viel Freude am Mitgestalten die Arbeit verbunden sei. Die zum Teil sehr lange schon ehrenamtlich engagierten Kirchenvorsteher seien ein „ganz großer Reichtum unserer Kirche“, betonte Friedrich mit Blick auf die gesellschaftlich sinkende Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu betätigen und die zurückgehende Zahl der Kirchenmitglieder.

Doch auch kritische Stimmen habe es gegeben; beispielsweise jene, die von dem fusionierten Dekanat als „einem Unding“­ gesprochen haben. „Ich bin gespannt, ob wir zusammen ein Ding daraus machen können“, sagte der Dekan an die Synodalen gerichtet und zitierte den Theologen Fulbert Steffensky: „Die Kirche wird sich verändern, aber nicht untergehen. Wir haben keine Zeit für Selbstmitleid und Weinerlichkeit, wir haben etwas zu tun!“

Eins der Vorhaben auf Dekanatsebene sei der für Ende 2017 geplante Umzug ins neue Dekanatsgebäude, das an die Regionalverwaltung in Niedereisenhausen angebaut werden soll. Die Verwaltungen der beiden ehemaligen Dekanate seien schon vor einigen Monaten in Biedenkopf zusammengeführt worden, berichtete Friedrich. Verwendungsmöglichkeiten für das „Haus der Kirche“ in Biedenkopf nach dem Umzug nach Niedereisenhausen prüfe­ derzeit der Ausschuss für Gebäudekonzeption, der auch das Konzept für die Freizeit- und Bildungsstätte (Fbs) im ehemaligen Waldhotel in Holzhausen bearbeite. „Dieses Haus zieht eine Segensspur durchs Dekanat“, stellte er fest und gratulierte der Fbs zum 25-jährigen ­Bestehen.

Zusammenarbeit mit Nachbarn wird geprüft

Holzhausen und Herzhausen seien zwei der Gemeinden mit derzeit unbesetzten Pfarrstellen, berichtete der Dekan. Auch in Hartenrod dauere die Vakanz weiter an, während in Battenfeld zum Jahresbeginn voraussichtlich eine Pfarrerin im Probe
dienst beginne. Ab Februar 2017 werde auch die Kirchengemeinde Dodenau vakant, da Pfarrerin Eleonore Merkel ins Dekanat Büdinger Land wechsle, bedauerte Friedrich. Mit Blick auf die Pfarrstellenbemessung, die den Wegfall zweier Stellen ab 2020 vorsehe, werde die ebenfalls vakante Pfarrstelle Dexbach/Engelbach nicht mehr besetzt.

Die Gemeinde orientiere sich schon jetzt in Richtung der ­benachbarten Kirchengemeinden Eifa, Frohnhausen, Laisa­ und Berghofen. „Da ist eine neue Struktur und gute Lösung möglich“, kündigte Friedrich an. Im oberen Edertal arbeite man auch an dem Konzept für das regionale Kirchenbüro im Einkaufszentrum Battenfeld, für das die dreijährige Projektförderung nun auslaufe. Nach durchweg positiven Erfahrungen seien sich die beteiligten Kirchengemeinden einig, das von der Landeskirche als Modellprojekt geförderte gemeinschaftlich betriebene Gemeindebüro fortführen zu wollen.

Dekan Friedrich gab außerdem bekannt, dass derzeit eine neue dritte Kirchenmusikerstelle mit Schwerpunkt Christliche Popularmusik besetzt werde, die mit einer halben Stelle in der Kirchengemeinde Dautphe angesiedelt sein wird. Er stellte die in den zurückliegenden Monaten neu hinzugekommenen Kollegen und die in neue Funktionen gewechselten vor und erinnerte­ 
auch an die aus dem Dienst oder dem Dekanat ausgeschiedenen Mitarbeiter. Abschließend machte er auf die 2017 vorgesehene Partnerschaftsreise ins tansanische Kituntu aufmerksam. Für 2018 stehe dann der Besuch in Ngara an.

  • Autor Klaus Kordesch ist für die Öffentlichkeitsarbeit des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach verantwortlich.

von Klaus Kordesch

 
 
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