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Standesbeamte sagen „Ja“ zueinander

Zusammenarbeit Standesbeamte sagen „Ja“ zueinander

Mit der „Mandatierung“ von acht Standesbeamten mehren die Gemeinden Mittenaar, Hohenahr, Bischoffen und Siegbach mehren ihre interkommunale Zusammenarbeit.

Bicken. Im Rathaus im Mittenaarer Ortsteil Bicken überreichten die vier Bürgermeister die Ernennungsurkunden an die Standesbeamten Sonja Bickel, Michael Franz, Sigrun Heimann, Stefanie Hisge, Michael Kauß, Kerstin Rinn, Cornelia Schäck und Michael Ströher. Unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs sind sie „wechselseitig bestellt“. Mit dieser öffentlich rechtlichen Vereinbarung geht die interkommunale Zusammenarbeit der Aar- und Siegbachkommunen weiter und soll eine Verbesserung der Dienstleistung für die Bürger bringen.

Mittenaars Bürgermeister Hermann Steubing begrüßte im Rathaus in Bicken seine Amtskollegen und die acht Standesbeamten und betonte, dass er stolz darauf sei, dass die Vereinbarung vollzogen werde. Diese solle dazu beitragen, dass im Notfall wechselseitig Standesbeamte in den vier Kommunen eingesetzt werden können. Das Standesamt muss schnell reagieren können und deshalb ist solch eine Vereinbarung, die 2010 initiiert wurde, sinnvoll, betonte Steubing. Ein Vertrauensfundament der vier Kommunen sei bereits durch andere Projekte geschaffen.

Keine Kommune würde bei dieser Vereinbarung ihr Standesamt aufgeben aber über diese Mandatierung kann eine Zusammenarbeit erfolgen. Stolz betonte Bürgermeister Steubing, dass diese Vereinbarung auf ein DIN-A4-Blatt passe. Er hob auch die Bereitschaft der Standesbeamten hervor, denn nur dadurch sei die Vertragsverwirklichung möglich. Ab dem 1. Januar hätte jedes der vier Standesämter auch Zugriff auf die Daten der drei übrigen.

Siegbachs Bürgermeister Berndt Happel betonte, dass die Flexibilität der Standesbeamten jetzt über die Gemeindegrenzen hinausgehe. Diese Vereinbarung sei ein tolles Signal, das bei allen politischen Gremien gut ankam. Bischoffens Bürgermeister Ralph Venohr verwies darauf, dass es keinen Kostenausgleich gebe.

Mandatierung ist nicht das erste gemeinsame Projekt

Fast unerschöpflich seien die Möglichkeiten der „Interkommunalen Zusammenarbeit“, wenn die Ideen da sind und die Bereitschaft es zu machen, resümierte Steubing. Daran mangele es in den vier Gemeinden an Aar und Siegbach nicht.

Neben dem Kauf eines gemeinsamen Maschinenpools zur Straßensanierung, der gemeinsamen Buchhaltung im KommunalServiceVerband und dem Pilotprojekt „Innen vor außen - Leben mittendrin“ kommen jetzt die Standesbeamten hinzu. Die Ausbildung in Partnerschaft in Berufen der Umwelttechnik wird der nächste Schritt sein.

von Klaus Peter

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