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Wettbewerbsverzerrung

Stadtwerke: Kartellamt ermittelt

Den Anstoß gab die CDU-Fraktion Lohras, als dort vor rund fünf Monaten die Vergabe der Stromkonzession anstand und die Politiker die Frage der Wetttbewerbsverzerrung ins Spiel brachten.

Strom fließt durch Leitungen. Die Gespräche über den Eigentumswechsel der Netze verlaufen zähflüssig und könnten jetzt durch ein Verfahren des Bundeskartellamts zusätzlich gebremst werden.

© Thorsten Richter

Lohra. Nun hat das Kartellamt ein Verfahren eingeleitet und in diesem Zusammenhang die Stadtwerke Marburg und die 11 Gemeinden des Kreises, die sich gegen die Eon Mitte und manchmal auch andere Bewerber und für die Stadtwerke entschieden hatten, angeschrieben.

Es werden Stellungnahmen zu den abgeschlossenen Verträgen, Kooperationsvereinbarungen und einem angeblich von den Stadtwerken initiierten Fragebogen, der den Wettbewerbern zur Beantwortung vorgelegt wurde, angefordert.

Dabei stützt sich das Kartellamt nach Informationen der OP auf Hinweise der Eon Mitte. Ein Vorgehen, das Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren als Verhalten eines „schlechten Verlierers“ bezeichnet. Die Eon Mitte will sich laut Sprecher Burkhard Schmidt dazu nicht äußern.

von Gianfranco Fain

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