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Wiederholung des Debakels wahrscheinlich

Stadtfest Biedenkopf Wiederholung des Debakels wahrscheinlich

Nachdem das Biedenkopfer Stadtfest in diesem Jahr ausfiel, ist auch für 2018 kein Veranstalter in Sicht. Die politischen Gremien bleiben bei ihrer Einschätzung, dass die Stadt nicht in der Pflicht sei.

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Feiernde Menschen beim Stadtfest in Biedenkopf – nach derzeitigem Stand wird das im nächsten Jahr nicht geben.

Quelle: Stadt Biedenkopf

Biedenkopf. Eigentlich wollten die Biedenkopfer für das Stadtfest 2018 alles besser machen: Mit der Vorbereitung frühzeitig anfangen und dazu möglichst viele Vereine und Bürger ins Boot holen. So weit der Plan, der während einer Sitzung des Kernstadt-Ortsbeirats im Februar besprochen wurde. Wie genau das Stadtfest 2018 laufen könnte, blieb damals offen. Aber in einem waren sich die anwesenden Ortsbeiratsmitglieder, Vereinsvertreter und Bürger ­einig: Das diesjährige Stadtfest-­Debakel sollte sich 2018 nicht wiederholen.

Diskussionen und Schuldzuweisungen – aber keine Lösung – hatte es gegeben, als im vergangenen Januar öffentlich wurde, dass das Stadtfest im Sommer 2017 ausfallen würde. Grund war, dass der Stadtfest-Veranstalter der vergangenen Jahre, Adi Ahlendorf, einen Zuschuss von der Stadt gefordert hatte. Andernfalls rechne sich die Veranstaltung für ihn nicht, sagte Ahlendorf. Dem Vernehmen nach ging es um 3000 Euro.

Thiemig sieht Bürger in der Pflicht

Der Magistrat habe sich gegen die Zahlung des Zuschusses ausgesprochen, erklärte Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) damals ( wir berichteten). Die Stadt könne nicht einen privaten Veranstalter ­bezuschussen. Darüber hinaus gehe es um die Gleichbehandlung aller Stadtteile. Veranstaltungen in anderen Ortsteilen bezuschusse die Stadt schließlich auch nicht, sagte Thiemig. Die Hoffnung, dass der Magistrat sich noch umstimmen lassen würde oder Sponsoren – etwa die Werbegemeinschaft Treffpunkt – finanziell in die Bresche springen könnten, zerschlug sich in den Wochen danach. Es blieb dabei: Das Biedenkopfer Stadtfest 2017 fiel aus. Nach bisherigem Stand der Dinge könnte das gleiche Schicksal auch das Stadtfest 2018 ereilen. Denn am Grundproblem hat sich seit Januar nichts geändert: Es gibt niemanden, der bereit wäre, das Stadtfest zu veranstalten.

„Die Gremien der Stadt sind weiterhin der Meinung, dass es nicht Aufgabe der Stadt ist, das Stadtfest als Veranstalterin auszurichten“, teilt Thiemig mit und verweist erneut darauf, dass die Stadt auch „für vergleichbare Veranstaltungen in anderen Stadtteilen“ nicht als Veranstalterin fungiere. Laut Bürgermeister sieht die Politik stattdessen Bürger und Vereine in der Pflicht. „Ein erfolgreiches und von der breiten Bürgerschaft angenommenes Stadtfest ist nur durch eine federführende Mitwirkung von Vereinen, Männergesellschaften, Burschenschaften oder anderen Organisationen zu realisieren.“

Bürgermeister bietet organisatorische Hilfe an

Vereine, die diese Federführung für das Stadtfest übernehmen würden, gibt es bisher allerdings nicht. Dabei habe die Stadt laut Thiemig durchaus nach möglichen Veranstaltern gesucht. Vertreter der Stadt, des Arbeitskreises Stadtfest und auch einige Vereinsvertreter hätten Gespräche mit Vereinen, Männergesellschaften und der Werbegemeinschaft geführt, um Chancen auszuloten. Herausgekommen sei dabei aber, dass das Interesse zur Beteiligung zu gering sei, um ein Stadtfest 2018 realisieren zu können.

Der Bürgermeister kündigt dabei an, dass die Stadt das Stadtfest zwar nicht selbst ausrichten könne, etwaige Veranstalter aber durchaus unterstützen würde. Die Stadt sei „selbstverständlich gerne bereit, wie bei früheren Stadtfesten auch, die Aufgabe der Koordinierung der Werbung, Vermittlung von Künstlern, Akquise von Sponsoren sowie weitere unterstützende Beratung und so weiter zu übernehmen“, sagt Thiemig.

von Susan Abbe

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