Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Sportverein füllt Dorfgemeinschaftshaus

OP-Serie: Zukunft der Bürgerhäuser Sportverein füllt Dorfgemeinschaftshaus

Zu Gegenwart und Zukunft der 10 Dorfgemeinschaftshäuser in der Gemeinde befragt die OP die Ortsvorsteher. Markus Hemberger sieht das Kirchverser Haus besser ausgelastet als das im Kernort Lohra. Es steht in der Ertragsstatistik der Gemeinde an dritter Stelle.

Kirchvers. Der Ortsteil Kirchvers nimmt eine hervorgehobene Stellung in der Gemeinde ein. Er ist mit 917 Einwohnern der zweitgrößte Ort, verfügt als einziger noch über eine nennenswerte Infrastruktur und besitzt ein Bürgerhaus, das „sehr gut ausgelastet ist, sogar noch stärker als das in Lohra“, sagt Ortsvorsteher Markus Hemberger. Das zeige, wie gut das Haus angenommen werde. Allerdings, schränkt der Ortsvorsteher ein, liege das auch an der Nutzung durch den örtlichen Sportverein.

Da es im südlichsten Ortsteil der Gemeinde keine Sporthalle gibt, üben die im SV Kirchvers organisierten Sportler wie die Kampfsportgruppe, die Tischtennisspieler die Volleyballer oder die Teilnehmer an der Seniorengymnastik in dem Dorfgemeinschaftshaus. Das treibt die Auslastungsquote des großen Saals auf 27 Prozent, für den kleineren Teil liegt die Quote bei 6 Prozent. „Das zeigt, wie gut das Haus angenommen wird“, sagt Hemberger. Der SV zahlt zwar nicht für die Nutzung, dennoch ist das Kirchverser Haus in der Ertragsaufstellung an dritter Position. Mehr Geld bringen der Gemeinde nur die Häuser in Lohra und Rollshausen ein. Allerdings ist das Kirchverser Haus auch bei den Kosten an dritter Stelle, hierbei hinter Lohra und Weipoltshausen.

Dabei bemühen sich die Kirchverser, die Kosten niedrig zu halten. Das neue Stuhllager ist zum Beispiel von der Dorfgemeinschaft in Eigenarbeit errichtet worden, sagt Hemberger. Durch das Lager sei der große Saal jetzt noch besser zu nutzen.

Dennoch ist nicht alles rosig. Es fehlt an manchen Ecken und Enden und der Sanierungsbedarf ist groß. So wollte zum Beispiel der Seniorenrat im Haus PC-Übungsstunden anbieten, doch es mangelt an den notwendigen Anschlüssen. Nicht nur deshalb antwortet Hemberger auf die Frage nach weiterer Nutzung mit „schwierig“.

Auch weil das Haus einigen Sanierungsbedarf aufweist: der Keller sei total durchfeuchtet, sodass Hemberger sein Ortsvorsteherbüro nicht nutzen kann, die Flachdächer sind zu sanieren, ebenso die Decke des kleinen Saals und des Foyers, eine Wärmedämmung müsste angebracht werden, Innenwände müssen wieder hergerichtet und die Eingangstür erneuert werden.

Ein Lichtblick ist der Jugendraum, der jetzt durch die neu entstehende Jugendgruppe genutzt werden soll. Auch ein Punkt, den Hemberger unter Nutzen und Wert für die Dorfgemeinschaft bucht. „Und das lässt sich nicht in Euro beziffern“, glaubt Hemberger. Er sei der Ansicht, dass dieser Aspekt bei der Diskussion um die Finanzierung der Bürgerhäuser zu kurz kommt.

Das Dorfgemeinschaftshaus soll auch Thema der nächsten Ortsbeiratssitzung sein. Darin soll die Bedeutung des Hauses hervorgehoben, aber auch dadrüber diskutiert werden, ob und wie die Kosten zu senken sind.

Die Ortsbeiratssitzung findet am Mittwoch, 6. März, ab 18.15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland