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Späterer Start, mehr Ertrag

Windpark Schwarzenberg Späterer Start, mehr Ertrag

Die Arbeiten an der letzten der neun Windkraftanlagen des Windparks Schwarzenberg sollen Ende nächster Woche beendet sein, doch der Plan, noch dieses Jahr ans Netz zu gehen, wird nicht umgesetzt. Dies hat nach Auskunft von Christoph Felkl, Geschäftsführer der Windpark Schwarzenberg GmbH, der Aufsichtsrat entschieden. Es seien wirtschaftliche Gründe gewesen, die den Ausschlag gaben, ergänzt der Breidenbacher Bürgermeister.

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Quelle: K. Brockmann / pixelio.de

Breidenbach. Dabei kommt den Betreibern eine Regelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zugute, die nicht nur die Einspeisevergütung für die Laufzeit von 20 Jahren sichert, sondern zusätzlich auch für das Jahr der Inbetriebnahme, die mit der ersten Einspeisung von Strom ins Netz dokumentiert wird.

Für die Schwarzenberg GmbH stand somit die Entscheidung an, ob die neun Windräder nach den Bauverzögerungen noch in diesem Jahr ans Netz gebracht werden sollten oder die Zeit nach der Fertigstellung dazu genutzt wird, die Anlagen vorzubereiten und erst 2017 sozusagen den Schalter umzulegen und die „Netzzuschaltung“ vorzunehmen.

Kalkulationen auf der Grundlage eines „normalen“ Verlaufs ließ der Aufsichtsrat schon vor geraumer Zeit erstellen, Anfang Dezember fiel dann die Entscheidung, erst im nächsten Jahr ans Netz zu gehen. Denn: „Den 1,2 Prozent weniger Einspeisevergütung stehen der höhere Ertrag durch die ein Jahr längere Laufzeit gegenüber“, erklärt Felkl. Das macht pro Anlage rund 100.000 Euro aus, nennt der zweite Geschäftsführer Wolfgang Bruder konkrete Zahlen. Voraussetzung ist, dass in den Folgejahren die angenommenen Wind- und Produktionsverhältnisse auch eintreten.

Bruder, der auch Geschäftsführer der Stadtwerke Biedenkopf ist, hat eine weitere gute Nachricht parat. Die zurzeit wie eine Lichtorgel blinkenden Leuchtfeuer der Windkraftanlagen werden mit der Produktionsaufnahme synchronisiert, auch mit denen des Weißenberg, sodass sie alle zugleich blinken werden, der Disko-Effekt somit entfällt.

von Gianfranco Fain

 
 
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