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Späte Erleuchtung spart der Stadt Geld

Neue Lampen Späte Erleuchtung spart der Stadt Geld

Dass es in Gladenbach etwas länger dauerte, bis entschieden war, in welcher Form der größte Teil der insgesamt 1911 Straßenlampen modernisiert wird, hat nun sein Gutes.

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Gladenbachs Straßenlampen werden umgerüstet.Foto: Berge

Gladenbach. Weil die Genehmigung für die Bezuschussung zur Umrüstung aller Straßenlampen auf stromsparende Leuchten auf sich warten ließ, informierte sich die Stadtverwaltung regelmäßig über die neuesten Technologien. Nun stieß sie auf eine hochmoderne Leuchte, die billiger ist als die bisher ins Auge gefassten Modelle. Die günstige Leuchte ermöglicht es, dass 2013 alle umrüstbaren Lampen auf LED-Technik umgestellt werden.

Hauptamtsleiter Matthias Becker stellte die neue Leuchte nach der jüngsten Stadtverordnetenversammlung vor.

Ihre Leistung beträgt 37 Watt, in der Sparschaltung, die nachts infrage käme, 18 Watt. Sie hat zwei entscheidende Vorteile gegenüber den Lampen, über die bisher diskutiert wurde: Sie ist deutlich billiger und ihr Gehäuse besteht nicht aus Kunststoff sondern aus Guss-Material.

Zuschussbescheid liegtseit Ende September vor

Die Ersparnis ermögliche es, dass nun auch alle Durchgangsstraßen auf LED-Technik umgerüstet werden könnten, kündigt Bauamtsleiter Ulrich Weber an. „Manchmal ist es gut, wenn man nicht auf den ersten Zug aufspringt. Wir haben den richtigen Zeitpunkt erwischt“, kommentiert er den Einsatz der modernen Leuchten. Die Gemeinde Bad Endbach hat bereits einige Straßenlampen mit diesem Leuchtentyp umgerüstet.

Seit Ende September liegt der Zuschussbescheid vor: Das Bundesumweltministerium fördert den geplanten Umbau der Straßenlampen mit 25 Prozent. Der größte Teil des Zuschusses fließe im kommenden Jahr, etwa ein Fünftel der Fördermittel 2014, berichtet Gladenbachs Bauamtsleiter Ulrich Weber auf Anfrage der OP. Der Magistrat habe sich inzwischen für den neuen Lampentyp ausgesprochen. Als nächstes steht die Ausschreibung an.

Die LED-Technik ist rasend schnell fortgeschritten und hat die noch vor wenigen Jahren hochmoderne Natriumdampf-Technik fast überholt, zumindest die Lebensdauer betreffend.Bauamtsleiter Weber hatte bereits im Frühjahr vor den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses darauf hingewiesen, dass man unter einem gewissen Zeitdruck stehe, denn ab 2015 sei der Einsatz der in Gladenbacher vielerorts noch verbauten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen nicht mehr erlaubt. Diese Energiefresser sind vor allem in den alten Pilzleuchten verbaut.

In der Ringstraße sind Musterleuchten verbaut

Der Bauausschuss konnte sich damals während eines Ortstermins auch von deren mäßiger Leuchtkraft überzeugen. Sie sind nämlich in der Ringstraße ab der querenden Hoherainstraße in Richtung Marburger Straße verbaut. Dazu im Kontrast steht der vordere Teil - vom Kreisel am Haus des Gastes bis zur Hoherainstraße. Dort hat der Energieversorger Eon sechs Musterleuchten installiert, allerdings nicht die Leuchte, für die nun in Gladenbach zum Einsatz kommen soll.

von Hartmut Berge

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