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„So schlecht ist das gar nicht“

Einblick in die neue Flüchtlingsunterkunft „So schlecht ist das gar nicht“

Schlicht im Standard von Jugendherbergen und mit Sanitärcontainern in der großen Halle: So präsentierte der Landkreis die Flüchtlingsunterkunft an der Hinterlandhalle.

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Hilde und Helmut Beaupain schauten sich eines der Zimmer mit acht Betten an.

Quelle: Gianfranco Fain

Friedensdorf. Die Hallen stehen seit einiger Zeit, die Container mit den sanitären Anlagen sind in der großen Halle platziert, einige der Achtbett-„Zimmer“ sind auch schon eingerichtet. Doch die, die am Donnerstagnachmittag hineinkommen, sind nicht die erwarteten 300 Flüchtlinge, die wohl erst im Januar eintreffen werden. Es kommen Hinterländer, so viele, dass schon zu Beginn des Besichtigungstermins der Notunterkunft für Flüchtlinge um 17 Uhr der Parkplatz an der Hinterlandhalle fast voll ist.

Rund 350 Menschen nutzen nach Angaben der Kreisverwaltung diese Gelegenheit, um sich in der Flüchtlingsunterkunft zu informieren. „Positiv überrascht“ sind zum Beispiel Claudia und Stefan Stellner darüber, dass es in den nach oben offenen „Zimmern“ jeweils nur acht Schlafplätze gibt.

Der Landkreis öffnete vor der Belegung der Flüchtlingsunterkunft die Türen der Anlage an der Hinterlandhalle.

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„So schlecht ist das gar nicht“, findet Jens Stock aus Holzhausen, obwohl er doch Bedenken hat, wenn er daran denkt, dass in den Leichtbauhallen auf insgesamt 1700 Quadratmetern Fläche bis zu 300 Menschen auf einmal leben werden – das halbe Dorf Herzhausen in zwei Hallen. Auch der Buchenauer 
 Lothar Dönges teilt diese Bedenken, denn „es sollen ja vorwiegend junge Männer sein“.

Die Buchenauer Augustina und Wilhelm Görgen bewegt dagegen mehr die Frage, wie es mit den Menschen weitergeht, die in Dautphetal eine vorübergehende Unterkunft finden. Die kann sich aber wirklich sehen lassen, findet Willy Welsch am DRK-Stand, wo an diesem Tag die Gäste Erfrischungen erhalten. Und sein Kollege aus dem Präsidium des DRK-Krankenhauses Biedenkopf, Gerhard Hallenberger, ergänzt: „Es ist um einiges besser als das, was wir sonst sehen.“

  • Für Fragen und Hilfsangebote stehen Mitarbeiter des Landkreises wochentags von 8 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 06421 / 4051919 sowie per E-Mail unter Asylfragen@Marburg-Biedenkopf.de zur Verfügung.

von Gianfranco Fain

 
Die Hallen
Zwei Leichtbauhallen, eine mit einer Grundfläche von 20 mal 60 Metern, und eine mit 25 mal 20 Metern, werden bis zu 300 Menschen beherbergen. In die Hallen integriert sind Sanitärcontainer, Ruhezonen und ein Cateringbereich.
 
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