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„So einzigartig und so schön“

Pflanzenmarkt „So einzigartig und so schön“

Strahlend blauer Himmel, sattgrüne Blätter und farbenfrohe Blütenpracht: Bei bestem Gartenwetter erwies sich der Pflanzenmarkt in Biedenkopf einmal mehr als Treffpunkt für Tausende Besucher.

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Paprika- und Chili-Pflanzen mit unterschiedlichem Schärfegrad hatten die Hobbygärtner um Ursula Bender aus Wallau im Angebot. Tausende Besucher sahen sich an ihrem und den anderen Ständen des Garten- und Pflanzenmarkt auf der Biedenkopfer „Bleiche“ um.

Quelle: Sophie Cyriax

Biedenkopf. Rundum zufrieden zeigten sich gestern Aussteller und Organisatorin Inge Behrens: „Perfekt“, sagte die Biedenkopferin mit Blick auf das dichte Gedränge an den insgesamt 118 Ständen, „viel besser geht es doch gar nicht.“

Stammgäste und neue Gesichter hatte Inge Behrens beim Aufbau am frühen Morgen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt begrüßt. Morgens um 5 Uhr, als die Lastwagen und Anhänger der Gartenbaubetriebe auf den Festplatz „Obere Bleiche“ rollten, war es etwa für die Tomatenpflanzen noch zu kalt.

„Zum Glück ist die Sonne schnell rausgekommen“, meinte Hans Bäumler, der seit 15 Jahren aus der Nähe von Nürnberg im Landkreis Fürth nach Biedenkopf kommt. Der Gartenmarkt vor der imposanten Kulisse des Landgrafenschlosses ähnele einem Familienfest, sagte der Franke: „Einmal im Jahr sieht man sich hier und freut sich aneinander.“ So waren viele Kunden schon lange vor der offiziellen Eröffnung des Marktes mit Taschen, Körben oder Bollerwagen zu ihren Lieblingshändlern gekommen. „50 Schnittlauch, wie jedes Jahr“, war beispielsweise am Stand der Gärtnerei Schulz aus Kirchhain zu hören. Beim Biohof Gaubitz bildeten sich wieder einmal lange Schlangen vor den Salat- und Gemüsesetzlingen.

Die Mitarbeiter des „Blattwerk“ in Elmshausen hatten vorsorglich ihre Lagerbestände eingepackt: „Im vergangenen Jahr waren unsere Tomaten und Zucchini schon total früh weg“, erzählte Melanie Döring, „deshalb haben wir jetzt deutlich mehr mitgebracht.“

Hobbygärtner und Landwirte, Landschaftsgärtner und Gartenbaubetriebe, Anbieter von Schönem für Haus und Garten, Kunsthandwerker und Gastronomen präsentierten Nützliches, Dekoratives und Schmackhaftes: Von der handgeschöpften Seife bis zum Aufsitzmäher, vom selbstgenähten Baby-Mützchen bis zur wetterfesten Skulptur.

Vereine, Organisationen und gemeinnützige Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen und zu informieren: Von den heimischen Naturschützern und den Obst- und Gartenbauern über verschiedene Fördervereine bis hin zur Technischen Hochschule Mittelhessen. Das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und das Diakonische Werk waren ebenso vertreten wie Tierschutz- und andere Hilfsorganisationen. Zum ersten Mal konnten kleine Pferdeliebhaber auf dem Ponyrücken zugunsten der Grundschule Biedenkopf ihre Runden drehen.

Für die Verpflegung der mehreren Tausend Besucher hatte Inge Behrens neben Herstellern von Back- und Wurstwaren oder südländischen Spezialitäten auch Ehrenamtliche aus der nahen Umgebung gewonnen. So versorgten die Sängerinnen aus Wallau die Besucher mit kalten Getränken, die Männer und Frauen von „Hewwe un Drewwe da Läh“ sorgten für den reibungslosen Betrieb am Zapfhahn und hinter der Kuchentheke. „Viele, viele Leute packen mit an und engagieren sich für unseren Markt“, sagte Inge Behrens, „das macht ihn wahrscheinlich auch so einzigartig und so schön.“

von Sophie Cyriax

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