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Skepsis gegenüber DGH-Konzept

Ortsbeiratsitzung Skepsis gegenüber DGH-Konzept

Der Ortsbeirat Altenvers tagt am Mittwoch, 30. April, um sich von Hermann Schorge das Konzept zur Zukunft der Dorfgemeinschaftshäuser erläutern zu lassen.

Altenvers.. Ortsvorsteher Wolfgang Spies verlas in der Sitzung des Ortsbeirates ein Konzept zur Zukunft der Dorfgemeinschaftshäuser, das laut Bürgermeister Georg Gaul von Hermann Schorge und Wilhelm Kisch erstellt worden sei. Ortsbeiratsmitglied Andreas Badouin bedauerte, dass Schorge nicht anwesend war, um Fragen beantworten zu können.

Der Entwurf des Konzeptes sieht den Verkauf der Dorfgemeinschaftshäuser an Dorfvereine vor, wobei das Eigentum auf den Verein übergeht. Der Verkaufspreis wird durch den Verein in der Form beglichen, dass dieser sich verpflichtet, für eine bestimmte Dauer (zum Beispiel 20 Jahre) das Haus der Öffentlichkeit so zur Verfügung zu stellen, wie das ursprünglich bei dem Bau des Hauses für den Ortsteil beziehungsweise die Gemeinde vorgesehen war.

Damit übernimmt der Verein quasi gemeindliche freiwillige Aufgaben auf Zeit stellvertretend für die Gemeinde. Die Gemeinde hat 20 Jahre lang und darüber hinaus für immer keinerlei Ausgaben für das Dorfgemeinschaftshaus, obwohl die Leistung weiterhin gewährleistet wird. Unter dem Strich bedeutet dies, deutlich geringere Defizite bei den Bürgerhäusern.

Die Gemeinde ist bei einem Verkauf des Dorfgemeinschaftshauses an einen Dorfverein nicht mehr für das Gebäude verantwortlich und hat keine weiteren Aufwendungen. Das bürgerschaftliche Engagement werde gefördert, wenn ein Verein Eigentümer werde, denn dies würden die Bürger eher als ihr Vermögen ansehen. Auch seien die Bürger dann eher bereit, Patenschaften für bestimmte Aufgaben zu übernehmen. Wenn das Modell nicht mehr funktioniere und der Verein das Haus aufgeben will oder gar Insolvenz drohe, werde der Gemeinde ein Vorkaufsrecht eingeräumt.

Die Frage sei zu klären, so Ortsvorsteher Wolfgang Spies, ob der Bürger bereit sei, ein solches Konzept mitzutragen. Spies verwies darauf, dass im vergangenen Jahr das Dorfgemeinschaftshaus einmal und in diesem Jahr zweimal kostenpflichtig vermietet worden sei. Auch müsse Geld investiert werden, um es attraktiv zu gestalten.

Mittlerweile würden die Beerdigungskaffees in einer Gaststätte im Ort stattfinden. Ohne, dass die Bürger mitziehen, könne eine Vereinsgründung nicht erfolgen, wobei klar sein müsse, welche Folgekosten auf einen noch zu gründenden Verein zukommen.

Andreas Badouin bemerkte, dass es wichtig sei, die effektiven Kosten zu erfahren. Marc Bamberger bezweifelte, dass sich ein Verein gründet, da die Gaststätte größere Veranstaltungen und das renovierte Sportheim kleinere und mittlere Veranstaltungen bediene. Bamberger vertrat die Meinung, dass sich keine zehn Bürger für eine Vereinsgründung finden. Am 30. April will sich der Ortsbeirat erneut treffen, um sich von Schorge das Konzept erläutern zu lassen.

von Klaus Peter

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