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Sicherer Weg für große Landmaschinen

Feldwege-Ausbau Sicherer Weg für große Landmaschinen

Landwirte aus Ammenhausen, die ihre Flächen an der Biedenkopfer Straße oder dem Sinkershäuser Weg bewirtschaften wollen, können nun gefahrloser und schneller zu den Äckern gelangen.

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Gladenbach. In dieser Wochen abgeschlossen wird der Ausbau des bisher größtenteils recht rumpeligen Feldweges zwischen dem Sinkershäuser Weg und der Anbindung des Friedhofes an die Bundesstraße 255.

Anfang der Woche wurde ein Teil des Untergrundes ausgekoffert mit Schotter verfüllt.

„Der Weg dient dazu, dass die Landwirte mit ihren schweren Geräten nicht mehr über die Ampelkreuzung fahren müssen, um an ihre zu bewirtschaftenden Flächen zu gelangen“, erklärt Gladenbachs Bauamtsleiter Ulrich Weber.

Er wurde nun so befestigt, dass dies möglich ist. Auch die Fahrbahnoberfläche wird geschottert.

Als gefahrlose Abkürzung diente den Landwirten aus Ammenhausen ein anderer Weg, der seit zwei Jahren gesperrt ist, nicht wegen der Landwirte, aber wegen der vielen Autofahrer, die dort verbotswidrig unterwegs waren.

Die Anlieger sind nach wie vor froh. Autofahrer, die Verkehrsschilder nur achten, wenn sie ihnen nützen, waren lange Zeit sauer: Gladenbachs meistbefahrene „Umgehungsstraße“ ist seit Anfang März 2012 dicht.

Die Stadt hatte dem zunehmenden Verkehrsfluss auf der Abkürzung zwischen der Marburger Straße (B 255) und der Biedenkopfer Straße einen Riegel vorgeschoben und am Ende des Feldwegs am Sinkershäuser Weg rot-weiße Absperrtafeln im Asphalt befestigt.

Ein etwa 100 Meter langer Feldweg und die gleichlange Straße „Zu den Kauten“ dienten jahrelang Autofahrern als Abkürzung zwischen der von Marburg kommenden und nach Biedenkopf führenden Bundesstraße. Und das obwohl der Weg als auch die Straße nur für den Anliegerverkehr freigegeben sind. Umgangen wurde dabei die einzige Ampelkreuzung in Gladenbach, am Knotenpunkt Biedenkopfer Straße / Marburger Straße.

Anwohner und Fußgänger fühlten sich belästigt und gefährdet, und es gab ein weiteres Problem: Zwischen Feldweg und der Straße „Zu den Kauten“ liegt der Sinkershäuser Weg (K113). Die Abkürzer mussten diese vorfahrtsberechtigte Straße kreuzen. Viele taten dies, ohne anzuhalten.

Zahlreiche Unfälle an heimlicher Umgehung

Folglich passierten an dieser Stelle immer wieder Unfälle, kleinere, bei denen sich Geschädigte und Verursacher ohne Polizei einigten und größere mit Verletzten und hohem Sachschaden.

Das Ordnungsamt der Stadt hatte die Situation dort schon seit langer Zeit beobachtet. Die Stadt und auch das Ordnungsamtskontrollierten dort öfter . Die Zahl derer, die den Weg verbotenerweise als Abkürzung nutzten, nahm aber eher zu als ab. Hinzu kamen Beschwerden von Anliegern, nicht nur wegen des starken Verkehrs während der Stoßzeiten, sondern auch wegen des rücksichtslosen Verhaltens vieler „Abkürzer“.

Im besser ausgebauten oberen Teil der Strecke - zwischen der Kreisstraße 114 und der Bundesstraße 453 - traten die Abkürzer in der Regel kräftig aufs Gaspedal, wohl um die auf dem holprigen Teil verlorengegangene Zeit wieder aufzuholen.

„Wir konnten nicht ständig kontrollieren und haben uns die Situation bei einer Verkehrsschau noch einmal angeschaut und gehandelt“, sagte damals Ordnungsamtsleiter Günter Becker im Gespräch mit der OP. Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim erklärte seinerzeit: „Nach Rücksprache mit den Anliegern und den betroffenen Landwirten sind wir zu der Überzeugung gekommen, den Feldweg zum Sinkershäuser Weg hin dauerhaft zu schließen.“

Dem Schritt, dort Barrieren zu errichten, hätten allen Betroffenen uneingeschränkt zugestimmt, versichert der Bürgermeister.

Der permanenten Verkehrsgefährdung habe man mit Verbotsschildern nicht beikommen können, „also mussten wir den Weg schließen“, bekräftigte Klaus-Dieter Knierim. Versuche, den motorisierten Verkehrsteilnehmern das Abkürzen an dieser Stelle zu verleiden, gab es bereits vor Jahren. Dafür sollten unter anderem sogenannte „Kölner Teller“ sorgen. Die metallenen Hubbel wurden quer über die Straße angebracht.

Es hagelte Beschwerden, also wurden so viele Hubbel entfernt, dass man bei langsamer Fahrt die Mini-Barriere überfahren konnte, ohne durchgeschüttelt zu werden. Schließlich verschwanden alle „Kölner Teller“ und die Zahl der Abkürzer nahm wieder zu.

Den Landwirten aus Ammenhausen war damals zugesichert worden, alternativ zu diesem Weg, einen Feldweg auszubauen, der vom Sinkershäuser Weg in Richtung Friedhof und von dort auf die B 255 fürhrt. Dieses Versprechen wird jetzt eingelöst.

von Hartmut Berge

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