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Senioren-Wohnprojekt wird greifbar

Vereinsgründung Senioren-Wohnprojekt wird greifbar

Der Förderkreis des Dautphetaler Seniorenrats gründet am Dienstag den Verein „Wohnen im Alter in Dautphetal“, der das alternative Wohnprojekt für Senioren voranbringen soll. Ein Grundstück, Baupläne sowie weitere Zusagen gibt es schon.

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Unterhalb des Seniorenheims (rechts) und neben dem neu entstehenden Gebäude der Lebenshilfe (hinten links) an der Friedensdorfer Straße im Dautphetaler Ortsteil Dautphe könnte auf einem 2400 Quadratmeter großen Grundstück die Wohnanlage des Vereins „Wohn

Quelle: Gianfranco Fai

Dautphe. Seit mehreren Jahren verfolgt der Seniorenrat der Gemeinde Dautphetal die Idee, eine für alte Menschen geeignete Wohnform in der Gemeinde zu etablieren. Noch als Günter Kositzki Vorsitzender war, entstand diese Vision. Es geht um ein teilbetreutes, eigenständiges Wohnen im Alter in einer Gemeinschaft, um der Vereinsamung und den daraus resultierenden Erkrankungen entgegenzuwirken.

Seitdem hat sich einiges getan und auch vieles verändert. Es bildete sich ein Förderkreis, der das Projekt vorantrieb, es wurden Vorzeigeobjekte besichtigt und Organisationsformen bewertet. Mittlerweile hat sich der Förderverein vom damals favorisierten Abbeyfield-Modell ebenso verabschiedet wie von der Genossenschafts-Idee. Zum einen, weil Abbeyfield nicht mehr die Absicht des mittlerweile verstorbenen Gründers verfolge, zum anderen weil man der Genossenschaftsform eine Vereinsbildung vorzieht.

Dieser Verein soll unter dem Namen „Wohnen im Alter in Dautphetal“ am Dienstag unter Beteiligung aller interessierten Gemeindebewohner aus der Taufe gehoben werden. Denn für den mittellosen Seniorenrat hat sich etwas Grundlegendes geändert, erklären Helmut Jakobi und Reinhold Schwab vom Förderkreis. Die Gemeinde stellt ein 2400 Quadratmeter großes Grundstück an der Friedensdorfer Straße unterhalb des Seniorenheims und neben dem entstehenden Gebäude der Lebenshilfe kostenlos zur Verfügung. Dadurch verfügt der Förderkreis erstmals über „eine Grundlage, auf der wir etwas erstellen können“, erklärt Jakobi.

Für das Grundstück am Wunschort im Zentrum Dautphetals - später sollen weitere Häuser in anderen Ortsteilen der Gemeinde folgen - entwarf der Architekt ein zweigeschossiges Gebäude, dessen acht Wohnungen über einen Eingang zur nördlich gelegenen Straßenseite und einem offenen Hof erreicht werden können. Nach Süden hin schließt ein von einer Terrasse überdachter, verglaster Gemeinschaftsraum das Wohnobjekt ab. In diesem Kommunikationszentrum soll eine Hauswirtschafterin den Bewohnern täglich mindestens eine warme Mahlzeit anbieten.

Quadratmeterpreis von 2350 Euro wird angestrebt

Die acht Wohnungen im östlich und westlich gelegenen Teil des Gebäudes sind 39 bis 82 Quadratmeter groß und verfügen jeweils über ein eigenes Bad und Kochgelegenheiten. Aus den kalkulierten Gesamtkosten von rund 1,7 Millionen Euro und dem Finanzierungsanteil der Bauherrengemeinschaft von rund einer Million Euro ergibt sich ein Preis für jeden der 425 Quadratmeter Wohnfläche von 2350 Euro. Neben der Gemeinde unterstützen auch die Buchenauer Roth-Werke das Entstehen der Senioren-Wohnanlage mit einem Solar-Geo-System, womit das Haus energieautark betrieben werden kann, verrät Jakobi.

Ziel des Vereins ist, alle Wohnungen zu verkaufen, wobei die Käufer diese auch vermieten könnten. Über das weitere Vorgehen soll der neue Verein entscheiden, zum Beispiel auch darüber, welche Aufgaben der Verein übernimmt. Ist der Verein gegründet sollen als erstes die Pläne zusammengefasst und nach Fördermöglichkeiten geforscht werden. Weiterhin gilt es Käufer für die Wohnungen zu finden.

Zu den Gründern des Vereins zählen Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt, Rechtsanwalt Uwe Kallweit, Joachim Ciliox (SPD-Fraktion), Doris Gillmann (FW-Fraktion), Thomas Peichel, Siegfried Ortmüller, Jakob Müller, Helmut Jakobi und Reinhold Schwab. Weitere Interessenten sind willkommen.

Fragen beantworten bis zur Gründung am Dienstag, 22. Januar, um 18 Uhr im Bürgerhaus Dautphe die Förderkreis-Mitglieder Helmut Jakobi, Telefon 06468/396, und Reinhold Schwab, Telefon 06466/433.

von Gianfranco Fain

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