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Selbst angebaut schmeckt‘s am besten

Grillfeier Selbst angebaut schmeckt‘s am besten

Zum ersten Mal baute die Schulgarten AG der Europaschule Gladenbach im AWO-Park Mais, Bohnen und Kürbisse an. Für ihre Arbeit wurden die Schüler nach der Ernte mit einem Grillfest belohnt.

Gladenbach.. AG-Leiter Ralf Williges hatte einen Tag vor dem Milpa-Grillfest insgesamt 15 Hokkaido-Kürbisse ernten können sowie etliche Bantam-Maiskolben. Diese waren zwar etwas kleiner als die Maiskolben, die die Landwirte in der Region auf den Feldern ernten, aber das störte die AG-Schüler wenig.

Wegen des andauernden Regens fiel das Grillfest unter freiem Himmel zwar ins Wasser, aber auf die Feier musste nicht verzichtet werden. Sie fand im Saal des AWO-Seniorenheims statt. Der Koch des Hauses hatte aus den Kürbissen eine schmackhafte Suppe zubereitet und die Maiskolben zum Verzehr abgekocht und schön dekoriert.

Gemeinsam mit den Bewohnern des Seniorenheims ließen sich die Schüler der Schulgarten AG sowie einige Eltern die Kürbissuppe, die kleinen Maiskolben, aber auch Würstchen vom Grill und Salat schmecken.

Erfreut zeigte sich Williges über die gute Zusammenarbeit mit der AWO um Leiterin Angelika Plaicher, die auch weiterhin bestehen Bestand haben soll. Eventuell solle sogar der Weg zu dem neu angelegten Beet ausgebaut werden, damit die Heimbewohner mit ihren Rollstühlen bis zu dem Beet fahren können, um sich am Milpa-Anbau sowie den Kapuzinerblumen zu erfreuen.

Ende März begannen die Schüler damit, die Grasnaben in einem abgesteckten Feld abzutragen, um anschließend diese Fläche mit nährstoffreicher Erde aufzufüllen. Im Schulgarten wurden bereits die Kürbis- und Maispflanzen vorgezogen, so dass sie dann in dem vorbereiteten Feld auf dem Grundstück der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gepflanzt werden konnten. Bevor das Pflanzen begann, hatten sich die Schüler über das Milpa-Bewirtschaftungssystem der Maya informiert. Seit einigen Jahrhunderten werden nach diesem Prinzip in Mittelamerika Mais, Bohnen und Kürbisse auf einer Fläche zusammen angepflanzt, wobei sich die Pflanzen gegenseitig in ihrer Entwicklung unterstützen.

In Gladenbach wurden zuerst die etwa 40 bis 50 Zentimeter großen Maispflanzen in den lockeren Boden gepflanzt, der als Rankhilfe für die Kürbisse dienen sollen. In den Reihen dazwischen wurden die Kürbispflanzen gesetzt und dann wurden die Bohnen noch in die Erde gelegt (die OP berichtete). Bei sommerlichen Temperaturen mussten die Pflanzen dann erst einmal richtig angegossen werden.

Die Bohnen, die sich am Mais empor ranken sollen, liefern den Stickstoff und die großen Blätter der Kürbisse schützen den Boden vor zu viel Nässe oder vor dem Austrocknen und dienen als Schattenspender.

von Ingrid Lang

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