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Seit fünf Jahrzehnten wird Nachwuchs gefördert

50-Jähriges Bestehen Seit fünf Jahrzehnten wird Nachwuchs gefördert

Die erste Jugendfeuerwehr im Altkreis Biedenkopf, die Nachwuchsbrandschützer aus Bad Endbach, feierte amSamstag ihr 50-jähriges Bestehen.

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Bei einer Fettexplosion demonstrierte André Herrmann, welche Folgen es hat, wenn solch eine Flüssigkeit mit Wasser gelöscht wird.

Quelle: Klaus Peter

Bad Endbach . Mit einem Aktionstag, einem Festkommers und einem abendlichen Auftritt der „Schilehrer“ aus dem Stubaital begingen die Bad Endbacher Feuerwehrleute mit vielen Gästen das Jubiläumsfest der Jugendfeuerwehr Bad Endbach Mitte. Auf dem Parkplatz des Kur- und Bürgerhauses richtete die Jugendfeuerwehr am Vormittag einen Aktionstag aus, bei dem außer Feuerwehrautos auch ein Fahrzeug des Rettungsdienstes Mittelhessen zu besichtigen waren. An einem Modell wurde die Wichtigkeit von Rauchmeldern demonstriert und mit Fettexplosionen auf die Gefährlichkeit hingewiesen, wenn ein solches Feuer mit Wasser gelöscht wird.

Zu dem Kommers am Nachmittag begrüßte Jens Zimmermann, Wehrführer und Vorsitzender der Feuerwehr Bad Endbach Mitte, neben Landrätin Kirsten Fründt auch Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer. In seinem Festvortrag ließ Zimmermann dann die 50-jährige Geschichte der Jugendfeuerwehr Revue passieren. Sie wurde am 1. Oktober 1964 von 20 Jugendlichen unter der Leitung des ersten Jugendwarts des Vereins, Max Wandhoff, aus der Taufe gehoben. Dies war die erste Jugendfeuerwehr, die im ehemaligen Kreis Biedenkopf gegründet wurde. Mit der Gründung, so Zimmermann, sei der Grundstock gelegt worden, den Fortbestand der Bad Endbacher Feuerwehr sicherzustellen. Neben einer Ausbildung würden den Jugendlichen auch Werte wie Teamfähigkeit, Kameradschaft, Pflichtbewusstsein, sportliche Leistungsfähigkeit, Einsatzbereitschaft für die Allgemeinheit und Dienst für den Nächsten vermittelt. So mancher Aktiver habe auf diese Weise seine Leidenschaft für die Feuerwehr schon als Jugendlicher entdeckt, berichtete Zimmermann.

Zwei Tiefpunkte habe die Jugendfeuerwehr in den Jahren von 1975 bis 1984 und 1994 bis 1995 erfahren, als der Jugendfeuerwehrbetrieb mangels fehlender Jugendliche vor-übergehend eingestellt werden musste. Aktuell hat die Jugendfeuerwehr keine Nachwuchssorgen: Ihr gehören elf Jugendliche, davon acht Mädchen, an.

Als Jugendwarte fungierten von 1964-1972 Max Wandhoff, 1972-1975 Paul Becker, 1984 bis 1986 Helmut Pfeifer, 1986-1993 Dieter Wagner, 1996-2006 Lutz Pfeifer, 2006-2011 Jörg Wagner und seit 2011 Michael Gruber.

Bürgermeister Markus Schäfer lobte insbesondere die Feuerwehrleute, die sich in der Jugendarbeit engagieren. Die Wertevermittlung, die im Verein vorne ansteht, sei für die Gesellschaft extrem wichtig.

Schäfer bescheinigte den Feuerwehrleuten, dass in den vergangenen 50 Jahren sehr viel Positives rund um die Jugendfeuerwehr passiert sei, auf das die Gemeinde sehr stolz sei.

Glückwünsche überbrachte auch Landrätin Kirsten Fründt. Sie lobte die erfolgreiche Jugendarbeit in Bad Endbach. Es sei leider beängstigend, dass die Anzahl der Feuerwehrkameraden bundesweit jährlich kontinuierlich rückläufig sei. Dieser Trend sei bei der Bad Endbacher Wehr nicht erkennbar.

Bad Endbachs Pfarrer Michael Clement bescheinigte den Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr, dass sie in den vergangenen 50 Jahren viel geleistet hätten. Feuerwehrdienst sei ein Dienst am Nächsten und es würde denen geholfen, die in Not seien.

Bruno Braun verlas in einer Uniform und mit Pickelhelm aus dem Jahr 1920 ein selbst verfasstes Gedicht zur Arbeit der Feuerwehr, wofür er viel Applaus erntete. In der Abendveranstaltung sorgten dann „Die Schilehrer“ in einem ausverkauften Saal mit etwa 250 Gästen für tolle Stimmung.

von Klaus Peter

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