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Schusswaffen: Razzia "westlich von Marburg"

Ermittlungen in rechter Szene Schusswaffen: Razzia "westlich von Marburg"

Zollfahnder haben am Dienstag im Kreis Marburg-Biedenkopf nach illegal im Internet gekauften Waffen gesucht.

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Der Pressesprecher der Zollfahndung, Hans-Jürgen Schmidt, hält am 25. Januar 2017 in Frankfurt einen Koffer mit sichergestellten Waffen und Munition in seinen Händen. Auf der Suche nach illegal im Internet gekauften Schusswaffen haben Zollfahnder am Dienstag in elf Bundesländern Wohnungen und Geschäftsräume von Verdächtigen unter die Lupe genommen und zahlreiche Waffen sichergestellt. 

Quelle: Andreas Arnold

Hinterland. Das teilte das Zollfahndungsamt Frankfurt mit. Die Fahndung war Teil bundesweiter Durchsuchungen in insgesamt elf Bundesländern. Insgesamt wurden dabei 42 illegal im Internet gekaufte Schusswaffen sichergestellt, die mutmaßlich aus Ungarn stammen. Unter den 29 Verdächtigen aus elf Bundesländern seien auch Personen, die der rechten Szene und den sogenannten Reichsbürgern zuzuordnen seien, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes in Frankfurt, Hans-Jürgen Schmidt, am Mittwoch. Die Razzien stünden allerdings nicht im Zusammenhang mit den heute festgenommenen Reichsbürgern in Baden-Württemberg, erklärte Schmidt gegenüber der OP.

In Hessen wurden zwei Objekte durchsucht: Im Kreis Marburg-Biedenkopf und im Kreis Limburg-Weilburg. Dabei beschlagnahmten die Ermittler fünf Schusswaffen und 690 Schuss sogenannten Starenschreck, pyrotechnische Munition. Von Waffen dieser Art gehe eine "erhebliche Verletzungsgefahr" aus, da sie eine "wesentlich höhere Schussfrequenz" als übliche Schreckschusswaffen hätten, so Schmidt.

Einzelheiten zu den Fahndungsorten nannten Zollfahndung und Generalstaatsanwaltschaft nicht. Schmidt erklärte lediglich, dass im Landkreis  zwei Waffen beschlagnahmt worden seien - und zwar "westlich von Marburg". In Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen rückten die Beamten ebenfalls aus. Rund 400 Beamte waren bundesweit im Einsatz.

Am meisten wurde bei zwei Durchsuchungen in Baden-Württemberg gefunden. Bei einem 63-Jährigen aus dem Kreis Lörrach seien sieben Waffen, darunter drei scharfe Waffen, beschlagnahmt worden. Eine Pumpgun und eine Kurzwaffe seien geladen gewesen. Die Ermittler entdeckten auf dem Dachboden auch rund 120 Schuss Munition. Genauere Angaben zu dem Beschuldigten und der Durchsuchung im Enzkreis im Nordschwarzwald machten sie nicht.

von Peter Gassner und unserer Agentur

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