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Schulsozialarbeit stellt Weichen

Fachkräften diskutierten mit Landrätin Schulsozialarbeit stellt Weichen

Der Landkreis erhöhte die Finanzierung der Schul‑
sozialarbeit auf 760.000 Euro jährlich. An der Mittelpunktschule in Dautphe diskutierten Fachkräfte mit Landrätin Kirsten Fründt die Herausforderungen der Zukunft.

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Schulpädagogen tauschten sich mit der Landrätin Kirsten Fründt (Dritte von links) an der Mittelpunktsschule in Dautphetal aus.

Quelle: Landkreis

Dautphe. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat zu Beginn des neuen Schuljahres die Angebote der Schulsozialarbeit an den Grundschulen ausgeweitet und baut auf Bewegungsprogramme. Um Probleme der Arbeit zu thematisieren, fand ein Austausch zwischen Landrätin Kirsten Fründt (SPD) und den pädagogischen Fachkräften an der Mittelpunktschule in Dautphe statt. In der Diskussion kam die Sprache auch auf Betreuung von Flüchtlingskindern an den kreisweiten Schulen.

Der anhaltende Zustrom der Flüchtlinge hat mittlerweile auch Auswirkungen auf die Schulen im Kreis. Immer mehr Flüchtlingskinder besuchen die Schule und können gleichzeitig Betreuungsangebote der Schulsozialarbeit in Anspruch nehmen. Mit Bemühungen um Kontakte und Aufklärung versuchen die pädagogischen Fachkräfte, Ängste und Vorurteile auf beiden Seiten zu nehmen.

Rollen der Betreuung sollen klarer abgesteckt werden

„Die Schulsozialarbeit des Landkreises wirkt Ausgrenzungstendenzen entgegen, arbeitet vernetzt und ist ein verlässlicher Partner der Jugendlichen, Eltern und Lehrkräfte“, sagt Uwe Pöppler, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales, dem die Schulsozialarbeit zugeordnet ist. Trotzdem müssten die Rollen in der Betreuung klarer abgesteckt werden.

Deutlich wurde auch, dass Schulsozialarbeit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung sozialer Kompetenzen und des Miteinanders der Schüler leistet. 
Landrätin Kirsten Fründt ist der Überzeugung, dass sich nachhaltige Wirkungen für die Bildungs- und Entwicklungschancen junger Menschen dann am besten erreichen lassen, wenn eine möglichst frühzeitige Förderung erfolgt: „Entscheidende Weichen für die Zukunft der Kinder werden schon im Grundschulalter gestellt.“ Eine gute Bildung sei das Eingangstor für die gesellschaftliche Teilhabe und die Basis dafür, ein selbstständiges und eigenverantwortliches Leben führen zu können, sagte sie.

Die Sozialarbeiter betonten, dass durch die mit dem Landkreis erfolgte Weiterentwicklung der Arbeit und des finanziellen Budgets die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule gestärkt werden konnte. Das Angebot komme immer besser bei den Schulen des Landkreises an, stellte auch Uwe Pöppler fest.

Sein Fachbereich bietet in regelmäßigen Abständen einen Erfahrungsaustausch für die pädagogischen Fachkräfte zur Weiterentwicklung des Angebots an. Mit der Ausführung der Schulsozialarbeit beauftragt der Landkreis freie Träger der Jugendhilfe und Fördervereine, ebenso wie Kommunen. Die Große Koalition hat für die Schulsozialarbeit die Mittel auf jährlich 760.000 Euro erhöht.

Leistungsdruck abbauen und Grenzen austesten

Mittlerweile gibt es an 36 Schulen entsprechende Angebote, die aus Kreismitteln finanziert und von 22 pädagogischen Fachkräften verschiedener Träger betreut werden.Grundausrichtung der Schulsozialarbeit ist das soziale Lernen in der Gruppe, aber auch die Arbeit mit einzelnen Schülern.

Ohne Leistungsdruck können die Kinder möglichst in naturnahen Räumen ihren Bewegungs- und Entdeckungsdrang ausleben. Dabei werden ihnen Erfahrungen mit vielen Sinnen geboten und die Möglichkeiten eröffnet, mit Herausforderungen und eigenen Grenzen zu experimentieren.
Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit wird der Fokus neben dem schulischen Alltag der Kinder und Jugendlichen auch auf die außerschulischen Aktivitäten junger Menschen gelegt.

Deshalb unterstützt die Schulsozialarbeit die Schule auch bei der Öffnung in das Gemeinwesen und bahnt Kontakte zu Angeboten außerhalb der Schule an. So erfolgt beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes, der kommunalen und verbandlichen Jugendarbeit sowie den regionalen Beratungs- und Förderzentren.
Zum Schluss hob Fründt die Bedeutung der Schulsozialarbeit im Landkreis hervor und lobte das konstruktive Gespräch mit den Teilnehmern, die ihrer Meinung nach wertvolle Arbeit an den Schulen leisten.

von unseren Redakteuren

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