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Schützen verlieren das Interesse

Schlierbach Schützen verlieren das Interesse

Der Schlierbacher Schützenverein hat eine neue Vorsitzende: Martina Müller übernimmt die Nachfolge von Manfred Keitel, der seit 1997 die Vereinsgeschicke leitete.

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Die neue Vorsitzende Martina Müller (von links) mit den Geehrten Arno Schneider, Klaus Bastian, Uwe Plaum, Thomas Brumlik, Torsten Ruopp und Franz Haudek.

Quelle: Adrianna Michel

Schlierbach. Die schlechte Beteiligung an den Angeboten des Schützenvereins Schlierbach zog sich wie ein roter Faden durch den Bericht des scheidenden Vorsitzenden Manfred Keitel, den er anlässlich der Jahreshauptversammlung am Freitag hielt.

„Unser traditionelles Königsschießen fand im Mai mit einer traditionell schlechten Beteiligung statt“, stellte Keitel fest. Auch beim 34. Ortspokalschießen der Schützen, an dem sämtliche Vereine und Vereinigungen der Großgemeinde Bad Endbach teilnehmen können, sei die Beteiligung auf dem Tiefpunkt angelangt. Als weitere Enttäuschungen nannte Keitel die Teilnahme beim Kreisschützenball und bei den Kreismeisterschaften. Der Verein zieht aus dieser Entwicklung in diesem Jahr erste Konsequenzen: Das Ortspokalschießen wird nicht mehr organisiert.

Ein weiteres Problem kommt auf die Schützen wegen des verschärften Waffengesetzes zu. Danach müssen die Schützenvereine, die mehr als drei Feuerwaffen besitzen, eine Einbruchmeldeanlage installieren, die mit einem Sicherheitsdienst verbunden ist. „Die Anlage kostet 5.000 Euro. Diese Kosten wären vom Verein schwer zu schultern“, sagte Keitel. Zwar sei das Gesetz vom Schützenverband gestoppt worden, jedoch sei davon auszugehen, dass der Verein in naher Zukunft diese Sicherheitsauflage erfüllen muss. „Wenn wir die Anlage tatsächlich installieren müssen, werden wir die Vereinswaffen auf Private verteilen“, verkündete Keitel.

von Adrianna Michel

Mehr lesen Sie am Freitag in der Hinterlandausgabe der OP.

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